Startseite Medienmitteilungen Ständerat spricht sich für Wahlfreiheit bei Set-Top-Boxen aus

Ständerat spricht sich für Wahlfreiheit bei Set-Top-Boxen aus

Der Ständerat hat die Motion Sommaruga „Verschlüsselung von Set-Top-Boxen im digitalen Kabelnetz“ angenommen. Der Ständerat will damit die Grundverschlüsselung verbieten oder für einen offenen Verschlüsselungsstandard sorgen.

Zum Empfang von Digital-TV benötigen die Konsumentinnen und Konsumenten eine sogenannte Set-Top-Box. Aufgrund der zurzeit angewendeten proprietären Verschlüsselungen müssen die Kundinnen und Kunden von Cablecom und BluewinTV zwangsweise die Set-Top-Boxen dieser Firmen kaufen oder mieten. Aufgrund der Marktmacht dieser beiden Firmen sind die Konsumentinnen und Konsumenten deren Preisdiktat ausgeliefert.

Mit der Annahme der Motion von SKS-Präsidentin Simonetta Sommaruga setzt der Ständerat ein Zeichen. Die Grundverschlüsselung soll verboten werden oder ein offener Standard soll eingeführt werden. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen von den Telekommunikationsriesen nicht weiter in eine technische Zwangsjacke gesteckt werden. Der Ständerat hat die Weichen gerade noch rechtzeitig richtig gestellt. Nun ist es am Nationalrat dafür zu sorgen, dass mit Digital-TV die Konsumentinnen und Konsumenten nicht wie bisher von den Telekommunikationsriesen geschröpft werden können.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 4. Oktober 2007

 

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