Startseite Medienmitteilungen mp3-Abgabe: 2000 Protest-E-Mails an die Parteipräsidenten

mp3-Abgabe: 2000 Protest-E-Mails an die Parteipräsidenten

Heute früh hat die SKS eine Kiste voll Protest-E-Mails auf den Parteisekretariaten abgegeben. Innerhalb nur eines Monats haben 2000 verärgerte Konsumentinnen und Konsumenten der SKS gemailt. Sie wollen, dass sich die Parteipräsidentinnen und -präsi¬denten gegen die unbeliebte Abgabe auf mp3-Playern und Harddisc-Recordern stark machen. Am 17. September berät der Nationalrat das Anliegen.

Am 19. Juli 2007 hat die SKS die verärgerten Konsumentinnen und Konsumenten aufgefordert, uns ein E-Mail zu schicken, um gegen die vom Bundesgericht beschlossene «mp3-Abgabe» zu protestieren. Bis zum 19. August 2007 haben uns 2000 Konsumentinnen und Konsumenten angeschrieben. Heute früh hat die SKS auf den Generalsekretariaten von SVP, FDP, CVP, SP und Grünen eine Kiste mit den 2000 E-Mails vorbeigebracht – und deren Parteipräsidentinnen und -präsidenten aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Einführung der unbeliebten Abgabe per Parlamentsentscheid rückgängig gemacht wird.

Seit 1. September 2007 ist die Abgabe auf mp3-Player und Harddisc-DVD-Recorder fällig. Dem kann das Parlament einen Riegel schieben: Am 17. September behandelt der Nationalrat die Revision des Urheberrechts¬gesetzes. Die SKS fordert den Nationalrat auf, den unklaren Gesetzesartikel, welcher die Erhebung von Urheberrechtsabgaben vorsieht, zu präzisieren: Abgaben auf Leerkassetten, Leer-CDs und Leer-DVDs sollen weiterhin möglich sein, um die Künstlerinnen und Künstler zu entschädigen. Neue Abgaben auf Geräten aller Art – nicht nur mp3-Spieler und Harddisc-DVD-Recorder, sondern auch Handys und Computer – sollen hingegen untersagt werden.

Die SKS ist erfreut über das Ergebnis ihrer mp3-Aktion: Im Sommerloch schrieben 2000 verärgerte Konsumentinnen und Konsumenten der SKS ein E-Mail, um den Parteipräsidien ihren Unmut gegen die «mp3-Abgabe» auszudrücken. Für die SKS ist klar: Es geht nicht an, dass mit jedem neuen technologischen Gerät, das Musik abspielt, stets neue Abgaben eingeführt werden, währenddessen die bestehenden Urheberrechtsabgaben gleich hoch bleiben. Störend ist auch, dass der Ertrag aus der Abgabe kaum zum kleinen, lokalen Schweizer Kulturschaffen zugute kommt, sondern an die Grossen im Musikgeschäft fliesst – ob in den USA oder in der Schweiz – oder in der SUISA-Verwaltung hängen bleibt.

Argumente gegen die mp3-Abgabe

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 10. September 2007

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