Startseite Medienmitteilungen Lebensmittelrecht: Nein zu Spuren von unbewilligten GVO

Lebensmittelrecht: Nein zu Spuren von unbewilligten GVO

Lebensmittel, welche unbewilligte gentechnisch veränderte Organismen enthielten, durften bislang nicht in den Verkauf gebracht werden. Gemäss der vorliegenden Revision des Lebensmittelrechts soll dies in Zukunft bis zu einer Toleranzwert von 0,5 % möglich sein. Die SKS spricht sich dagegen aus. Sie befürwortet aber die Einführung eines Grenzwertes für die gesundheitsschädigenden Transfettsäuren.

Die laufende Revision des Lebensmittelrechtes soll in erster Linie eine Anpassung an das Europäische Recht herbeiführen. Umso unverständlicher ist es für die SKS, dass in einem heiklen Punkt das Schweizer Recht geändert wird, obwohl eine entsprechende EU-Regelung nicht existiert: In der Schweiz soll ein Grenzwert von 0,5 % für nicht bewilligte GVO eingeführt werden, falls diese GVO in einem Land bereits geprüft und bewilligt worden sind. Die SKS ist der Ansicht, dass eine Bewilligung der Schweizer Behörden notwendig ist, unbewilligte GVO dürfen nicht auf den Markt gelangen.

Ein Bewilligungsverfahren erachtet die SKS auch notwendig für die Behandlung von Kräutern mit ionisierenden Strahlen. Wegen der fehlenden Akzeptanz wurden bislang nur wenig bestrahlte Kräuter und Gewürze auf den Markt gebracht, Erfahrungswerte auf diesem Gebiet fehlen noch. Aufgrund der grossen Skepsis der KonsumentInnen und der anspruchsvollen Technologie erachtet die SKS es als falsch, dass eine Bewilligung der EU bereits ausreichen soll, damit die ionisierten Kräuter und Gewürze auf den Schweizer Markt gelangen dürfen.

Die SKS ist positiv überrascht, dass die vorliegende Revision auch eine Begrenzung des Transfettsäure-Gehaltes in Speiseölen und -fetten umfasst. Transfettsäuren haben in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt, weil sie in gewissen Lebensmitteln in sehr hohen Konzentrationen vorgekommen sind. Für Transfettsäuren ist weder ein Grenzwert festgelegt noch besteht eine Deklarationspflicht. Mit einer Begrenzung von 2g/100g, wie sie in Dänemark bereits erfolgreich praktiziert wird, setzen die Schweizer Behörden eine klare Grenze. Diese ist durchaus realistisch, wie die Erfahrungen der letzten Monate gezeigt haben: Einige Grossverteiler sind dabei, die Transfettsäure-Werte auf freiwilliger Basis zu senken. Ein verbindlicher Grenzwert trägt aber wesentlich wirkungsvoller zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten bei.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 30. August 2007

 

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