Startseite Medienmitteilungen SKS fordert das BAG auf klar zu informieren

SKS fordert das BAG auf klar zu informieren

Ist Pandemieplan des BAG Geschäftlimacherei mit der Angst?

Das BAG warnt vor einer Grippepandemie und schlägt Vorsichtsmassnahmen vor. Die SKS begrüsst die vorausschauende Information des BAG, befürchtet aber, dass die Verunsicherung der Bevölkerung ausgenützt werden könnte. Schon jetzt sollen Hygienemasken angeschafft werden, und im Pandemiefall wäre äusserste Vorsicht beim Körperkontakt geboten. Die SKS fordert das BAG daher auf, die Bevölkerung auch klar und deutlich zu informieren, welche Anschaffungen nicht nötig sind, um sich zu schützen.

Die SKS findet es wichtig, dass das BAG seine Funktion – die Wahrung der Gesundheit der Bevölkerung – wahrnimmt und hierfür alle nötigen Massnahmen ergreift. Nach Bekanntgabe der nötigen Massnahmen im Fall einer Grippepandemie stellt sich für die SKS hingegen die Frage der Verhältnismässigkeit: Müssen wir in Zukunft in einer Dauerangst vor Übertragung eines Grippevirus leben? Ist es aus gesundheitlichen Gründen zwingend, die japanische Art der Begrüssung – kein Kontakt, Distanz – zu erlernen?

Das BAG schreibt, dass die Vorbereitung auf eine Grippepandemie in der gemeinsamen Verantwortung von Bevölkerung und Behörden liegt. Die SKS ist der Ansicht, dass auch die Arbeitgeber gefordert sind, insbesondere dort, wo sich grössere Menschenmengen nahe beieinander aufhalten. Beispielsweise Hotels, Gastgewerbe und der öffentliche Verkehr haben die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

Ins Auge sticht der SKS weiter, dass von einigen vorgeschlagenen Massnahmen offenkundig verschiedene Unternehmenszweige wie die Hersteller der Hygienemasken profitieren. Wie schon Roche mit Tamiflu, werden sich weitere Unternehmen eine goldene Nase mit der Verunsicherung der Konsumentinnen und Konsumenten verdienen. Es ist klar: Findige Unternehmen werden diese Verunsicherung ausnützen und wirkungslose Angebote an die verunsicherte Bevölkerung zu bringen versuchen, beispielsweise im Versicherungsbereich.

Angesichts dessen fordert die SKS das BAG auf, den Konsumentinnen und Konsumenten auch klar zu kommunizieren, welche Massnahmen unnötig sind. Das BAG muss darlegen, welche Anschaffungen keinen Sinn machen und lediglich Geschäfte mit der Angst sind. Aus Sicht der SKS gehört dies genauso zwingend zum Informationsauftrag des BAG im Rahmen der Wahrung der öffentlichen Gesundheit.

Daher ist zu bedauern, dass das BAG lediglich am Rande bekannt gibt, dass die Hygienemasken allein kaum einen Effekt erzielen und dass es keine Studien gibt, welche die Schutzwirkung des Maskentragens in der Allgemeinbevölkerung belegen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 15. Mai 2007

 


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

Kinder-Impfungen – eine Entscheidungshilfe

Gönnerpreis: 24.00 CHF
Normalpreis: 29.00 CHF

Miniratgeber: Spielzeug sicher und gefahrlos

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Miniratgeber: Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF


Hosting von oriented.net