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Musikindustrieverband: SKS fordert Rückzug der Forderungen

Jüngste Entwicklungen im Online-Musikmarkt machen Gesetzesverschärfungen überflüssig

Die SKS fordert den Musikindustrieverband IFPI Schweiz in einem offenen Brief auf, von seinen Forderungen bei der Revision des Urheberrechtsgesetzes abzurücken. IFPI verlangt von der in zwei Wochen tagenden Nationalratskommission, die Kopiersperre als Heilmittel gegen die sinkenden CD-Umsätze im Gesetz zu verankern. Die rasante Marktentwicklung führt dies jedoch ad absurdum: EMI bietet seine Onlinemusik neu ohne die lästige Kopiersperre an, und auch Apple – Marktführer für Onlinemusik – will dies tun. Die SKS verlangt von IFPI, sich auch in der Schweiz für innovative, kundenfreundliche Geschäftsmodelle zu engagieren.

In zwei Wochen wird die Rechtskommission des Nationalrates darüber entscheiden, wie der Umgang mit den lästigen Kopiersperren auf CDs und DVDs im Gesetz geregelt werden soll. Der Musikindustrieverband IFPI Schweiz fährt dabei schweres Geschütz auf. Er fordert die Streichung der Bestimmung im Urheberrechtsgesetz (URG), wonach der Musik- und Filmfreund die Kopiersperre umgehen kann, wenn er damit lediglich eine Kopie für sich selbst macht. Wenn dieser Antrag scheitert, soll gemäss IFPI Schweiz wenigstens die Bestimmung beibehalten werden, wonach alle Programme, welche die Kopiersperre umgehen, verboten sind.

Waren die Forderungen von IFPI Schweiz bisher nur konsumentenfeindlich, so sind sie nun absurd geworden. Denn der Musikmarkt hat sich rasant weiterentwickelt – und zwar in die entgegengesetzte Richtung. Kopiersperren sind out geworden:

Daher fordert die SKS IFPI Schweiz in einem offenen Brief auf, vor der Kommissionsberatung von ihren Forderungen abzurücken. Die SKS hat sich von Anfang an gegen diese Ansinnen gewehrt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Konsumentinnen und Konsumenten Musik von einer gekauften CD (ob mit oder ohne Kopierschutz) hinderungsfrei auf ihren mp3-Spieler laden können. Und auch von kopiergeschützten CDs einen Oldies-Mix für den Geburtstag der «Gotte» brennen können. Dafür sollen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht nochmals bezahlen!

Offener Brief

Antwortschreiben von IFPI Schweiz vom 8. Mai 2007

Kurzreplik der SKS vom 23. Mai 2007

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. April 2007

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