Startseite Medienmitteilungen LOA III: Wieder zu Lasten der Konsumenten

LOA III: Wieder zu Lasten der Konsumenten

Bundesrat genehmigt Vertrag zwischen Apothekerverband und Santésuisse

Die Stiftung für Konsumentenschutz ist enttäuscht: Der Bundesrat bietet wiederum Hand für einen Vertrag zwischen dem Apothekerverband und Santésuisse, welcher die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten nicht wahrnimmt. Weiterhin sollen sie für Dienstleistungen in den Apotheken bezahlen, die sie nicht einfordern oder nicht erhalten.

Im April 2005 hat der Bundesrat die Genehmigung des LOA II mit Auflagen verknüpft: Der Vertrag wurde vom Bundesrat bis Ende 2006 befristet, zugleich wurde verlangt, dass eine „adäquate Gestaltung der Patientenpauschale“ erarbeitet und das Abgeltungssystem nicht als Strukturerhaltungsmassnahme für die Apotheken missbraucht wird.

Heute hat der Bundesrat den dritten Vertrag genehmigt, obwohl diese Auflagen unserer Ansicht nach ungenügend beachtet wurden.

Neu heisst die Patientenpauschale zwar „Bezugs-Check“ und muss nicht mehr quartalsweise, sondern für jeden Medikamentenbezug bezahlt werden. Beratung und Dossierführung müssen von den Patientinnen und Patienten in der Regel auch dann bezahlt werden, wenn sie diese Dienstleistungen nicht verlangen oder nicht erhalten. Chronischkranke benötigen in der Regel aber keine Beratung, wer keine „Hausapotheke“ hat, benötigt kein Dossier. In der LOA III wird somit ein schwerwiegender Mangel des Systems weiterhin aufrechterhalten.

Das neue System sei ertragsneutral, halten Apothekerverband und Santésuisse fest. Das heisst, dass der Vertrag weiterhin zur Strukturerhaltung in der Apothekenlandschaft beiträgt.

Damit die Konsumentinnen und Konsumenten trotzdem eine Wahl haben, ob sie die Pauschalen, bzw. ab 2007 die Checks entrichten wollen, bietet die SKS Transparenz: Auf unserer Homepage ist eine Liste der Apotheken aufgeschaltet, welche grundsätzlich oder bei Nachfrage auf die Verrechnung der Patientenpauschale oder sogar auf Apotheker- und Patientenpauschale verzichten.

Weitere Meldungen von Apotheken werden entgegengenommen und umgehend auf die Liste aufgenommen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 21. Dezember 2006

 


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