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Liste mit Apotheken, die auf Taxen verzichten

Geld sparen in der Apotheke beim Kauf von rezeptpflichtigen Medikamenten – Die SKS zeigt wie

Zwei grosse Versandapotheken, Apotheken-Ketten mit bis 100 Filialen und weitere Apotheken verzichten zum Teil auf alle Taxen und mehrheitlich auf die Patiententaxe, sofern man dies verlangt und die Medikamente bar bezahlt. Umso stossender ist das Vorhaben des Apothekerverbandes und santésuisse, im neusten LOA 3 Vertrag den Konsumentinnen nach wie vor Taxen aufzuzwingen, auch wenn diese die damit abzugeltenden Leistungen gar nicht wollen. Deshalb handelt die SKS nun und stellt eine Liste mit Apotheken, die auf Taxen verzichten auf www.konsumentenschutz.ch ins Netz. Die SKS fordert die Apotheken auf, zu melden, wenn bei Barzahlung von rezeptpflichtigen Medikamenten auf die Patiententaxe verzichtet wird. Diese Apotheken werden laufend auf die Liste aufgenommen.

Wer in der Apotheke rezeptpflichtige Medikamente bezieht, zahlt zur Zeit nebst dem Medikamentenpreis zusätzlich die Apotheker-Pauschale von Fr. 4.30 (pro Packung) für die Instruktion sowie weitere durch den Apotheker zu erbringende Grundleistungen und Fr. 9.20 Patiententaxe (alle 3 Monate fällig) für eine Dossierführung und Beratung. Das ist im Vertrag über die Leistungsorientierte Abgabe (LOA) zwischen santésuisse und dem Schweizerischen Apothekerverband vereinbart worden. Ab nächstem Jahr ist im neuen LOA-Vertrag zwischen den Apotheken und santésuisse folgendes vorgesehen: Die Apothekerpauschale wird zum „Medikamenten-Check“, der Betrag bleibt mit Fr. 4.30 pro Packung unverändert. Die Patiententaxe heisst neu „Bezugs-Check“ und wird nun nicht mehr quartalsweise, sondern pro Apothekenbesuch erhoben. In Rechnung gestellt werden neu Fr. 3.25 pro Bezug und Tag.

Die Stiftung für Konsumentenschutz ist der Ansicht, dass die Kundin, der Kunde selber wählen soll, ob für ihn/sie ein Dossier geführt wird und ob er oder sie eine Beratung benötigt.

Deshalb stellt die SKS ab sofort im Netz eine Liste zur Verfügung mit jenen durch die SKS stichprobenmässig angefragten Apotheken, welche auf diese Patiententaxe in der Regel verzichten, vorausgesetzt, die Medikamente werden bar bezahlt. Wenige Apotheken verzichten bei Barzahlung sogar auf beide Taxen. ACHTUNG: Nicht alle auf dieser Liste aufgeführten Apotheken verzichten bei Barzahlung ohne entsprechendes Anfrage auf die Patiententaxe. Wenn die Hausärztin/der Hausarzt die Wirkung und die Einnahme des rezeptpflichtigen Medikamentes schon ausreichend erklärt hat und die Medikamente bar bezahlt werden, dann empfiehlt die SKS, zu fordern, dass man keine Patiententaxe entrichten will.

Immer mehr Apotheker und Apothekerinnen sehen offenbar ein, dass sie ihrer Kundschaft nicht etwas aufzwingen können, was diese nicht will. Das ist die Realität im Markt, das ist Wettbewerb, sagt Jacqueline Bachmann, Geschäftsführerin der SKS, die beiden Verbände haben das offenbar noch nicht realisiert, sie wollen den Konsumentinnen und Konsumenten auch in Zukunft Leistungen und Taxen aufzwingen. Schon vor zwei Wochen forderte die SKS Bundesrat Couchepin auf, den LOA-Vertrag 3 in der vorliegenden Form mit der Zwangstaxe nicht zu genehmen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 4. Dezember 2006


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