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Cablecom nützt Marktmacht aus

SKS fordert Verbot der Grundverschlüsselung bei Digital-TV

Die vollständige Digitalisierung des Fernsehens rückt näher. Da Cablecom eine Grundverschlüsselung vornimmt, müssen alle Kundinnen und Kunden von Cablecom deren überteuerte Set-Top-Box mieten oder kaufen. Die SKS fordert vom Bundesrat Massnahmen, damit die Konsumentinnen und Konsumenten Cablecom nicht noch mehr ausgeliefert sind.

Cablecom ist der grösste Kabelnetzbetreiber in der Schweiz und beliefert in der Schweiz rund zwei Millionen Haushaltungen. Mit der Umstellung auf digitales Fernsehen ist der Fernsehempfang nur noch mit der so genannten Set-Top-Box möglich. Diese wandelt das digitale Signal um und macht es für den Fernseher wieder verwendbar. Weil Cablecom eine Grundverschlüsselung vornimmt, werden alle Cablecomkundinnen und –kunden zwingend die überteuerte Cablecom Set-Top-Box mieten oder kaufen müssen. Eine Wahlmöglichkeit innerhalb des Kabelnetzes besteht nicht. Dort wo Cablecom präsent ist, gibt es keine andere Anbieterin.

Zudem führen die Set-Top-Boxen auch zu einem erhöhten Stromverbrauch. Hier sind dringende Massnahmen notwendig, damit die Set-Top-Boxen gerade im Standby-Betrieb einen möglichst niedrigen Stromverbrauch aufweisen.

Die Präsidentin der SKS, Ständerätin Simonetta Sommaruga, hat deshalb den Bundesrat mit einer Interpellation angefragt, welche Massnahmen er treffen wird, damit die Konsumentinnen und Konsumenten Cablecom nicht noch mehr ausgeliefert sind, als dies bisher schon der Fall ist.

Für die SKS ist die Lösung klar: Das zuständige Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) muss bei der Konzessionserteilung die Grundverschlüsselung verbieten. Zusätzlich sind auch Massnahmen notwendig, die den Stromverbrauch auf ein möglichst niedriges Mass begrenzen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 10. Oktober 2006

 

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