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Von den nordischen Gesundheitssystemen lernen

Bundesrat Couchepin zu Besuch in Skandinavien

Bundesrat Couchepin nahm die Gesundheitssysteme der skandinavischen Länder unter die Lupe. Letzte Woche traf er in Dänemark, Schweden und Finnland Gesundheitsministerinnen und Spitaldirektoren. Die SKS begrüsst Bundesrat Couchepins Reise und fordert ihn in einem Schreiben auf, die gewonnenen Erkenntnisse in Reformen umzumünzen. Denn bei gleichem und zum Teil besserem Gesundheitszustand sind die nordischen Gesundheitssysteme deutlich günstiger als das Schweizer Gesundheitssystem.

Die skandinavischen Länder sind etwa gleich wohlhabend wie die Schweiz, gemessen am Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf. Wenig erstaunlich somit, dass ihre Bevölkerung einen ähnlichen Gesundheitszustand wie die Schweizer Bevölkerung kennt – mit beispielsweise einer tieferen Mütter- und Säuglingssterblichkeitsrate. Erstaunlich ist hingegen: Die Gesundheitskosten in der Schweiz belaufen sich auf 11.6 Prozent des BIP (Jahr 2003), in den drei von Bundesrat Couchepin besuchten skandinavischen Ländern hingegen unter 10 Prozent (Finnland 7.4 Prozent, Dänemark 9 Prozent, Schweden 9.3 Prozent).

Grund hierfür ist die bessere Organisation des Gesundheitswesens. Das auch von der Schweiz angewandte Prinzip des regulierten Wettbewerbs wird im Norden besser praktiziert:

Die SKS hat Bundesrat Couchepin in einem Brief aufgefordert, die gewonnenen Erkenntnisse seines Arbeitsbesuches in konkrete Reformprojekte umzumünzen. Die Schweiz soll vom Norden lernen! Mit ihrer jüngst im Ständerat eingereichten Motion verlangt SKS-Präsidentin und Ständerätin Simonetta Sommaruga, die Stärkung der Rolle des Hausarztes (Motion «Hausärzte und Grundversorger stärken» 06.3354).

Weiter fordert die SKS Bundesrat Couchepin auf, nach seinen Wanderferien über das Ergebnis seines Arbeitsbesuches zu informieren. Die «Reiseberichte» dürfen nicht in der Verwaltung schlummern. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, inwiefern der Arbeitsbesuch der Horizonterweiterung diente.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 18. Juli 2006


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