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Mehr Verbindlichkeit gefordert

SKS lehnt den Entwurf der Koexistenzverordnung ab

Die Koexistenzverordnung ist der SKS zu unpräzis und zu wenig verbindlich: Sie fordert verlässlichere Regelungen für das Nebeneinander von Feldern mit GVO-veränderten Pflanzen und solchen ohne. Zudem verlangt die SKS, dass die Kosten für die getrennten Warenflüsse gemäss Verursacherprinzip zulasten der GVO-Produktion gehen.

Die deutliche Annahme der Gentechfrei-Initiative Ende November hat gezeigt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wollen – weder auf dem Feld noch auf dem Teller. Umso wichtiger ist es, dass ein allfälliges Nebeneinander von GVO- und GVO-freier Produktion verbindlich und so sicher geregelt wird, dass auch längerfristig die GVO-freie Produktion nicht gefährdet ist.

Die Koexistenzverordnung, wie sie bis Ende Jahr in Vernehmlassung gegeben wurde, erfüllt diese Ansprüche nicht. Im Gentechnikgesetz ist ein wichtiger Grundsatz festgehalten: Die gentechnikfreie Produktion muss vor Verunreinigungen geschützt werden.

Die SKS fordert präzisere und verbindliche Vorgaben über die Feldabstände der einzelnen Pflanzen, zudem erachtet sie den Toleranzwert von 0,5 % Verunreinigung auf dem Feld als viel zu hoch. Auf dem Weg vom Feld bis auf den Teller besteht das Risiko zu weiteren Vermischungen und Verunreinigungen, so dass zu Beginn der Produktionskette keine Verunreinigungen toleriert werden dürfen.

Die Warenflusstrennung beim Anbau, Transport, Verarbeitung und Verkauf generiert relativ hohe Kosten. Diese dürfen aber nicht zulasten der gentechnikfreien Produktion gehen. Die SKS verlangt deshalb, dass dieser zusätzliche Aufwand nach dem Verursacherprinzip vollumfänglich der gentechnischen Produktion angelastet wird.

Die Annahme der Gentechfrei-Initiative stellt sicher, dass in nächsten fünf Jahren in der Schweiz keine gentechnisch-veränderten Pflanzen kommerziell genutzt werden. Das heisst, dass den Behörden genügend Zeit bleibt, offene Fragen zu klären, entsprechende Forschungsarbeiten weiter zu führen und eine Koexistenzverordnung auszuarbeiten, welche das Risiko von Vermischungen und Verunreinigungen möglichst minimiert.

Vernehmlassungsantwort

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 28. Dezember 2005

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