Startseite Medienmitteilungen Stopp dem Schwarz-Peter-Spiel «schlechte Risiken»

Stopp dem Schwarz-Peter-Spiel «schlechte Risiken»

Ende der Vernehmlassung zur Verbesserung des Risikoausgleichs

Der Risikoausgleich muss verbessert und definitiv im Krankenversicherungsgesetz (KVG) verankert werden. Die SKS unterstützt das Anliegen der ständerätlichen Kommission in ihrer Vernehmlassungsantwort ausdrücklich. Die Jagd auf «gute» Risiken ist diskriminierend und ineffizient. Nötig sind Kostensenkungen, nicht Kostenverlagerungen.

Herbst ist Jagdsaison – auch für die Krankenkassen: Mit aggressiven Methoden gehen sie auf die Jagd nach guten Risiken. Sie werben Versicherte an, die gesund sind und keine Kosten verursachen. Umgekehrt werden «schlechte» Risiken nachteilig behandelt: Die Wechselgesuche von älteren, tendenziell eher kranken Personen werden langsam behandelt oder gehen unter. Der Zugang zu Internetofferten wird ihnen nur bei Abschluss einer Zusatzversicherung gewährt. Fragen zum Gesundheitszustand (nur in der Zusatzversicherung erlaubt) werden ihnen gestellt. Diese Jagd benachteiligt die Versicherten und ist ineffizient. Die Krankenkassen geben die Kosten aneinander weiter wie den schwarzen Peter statt Kosten zu senken.

Daher erachtet die SKS sowohl die Verbesserung des Risikoausgleichs als auch dessen definitive Verankerung im KVG als unabdingbar. Die ständerätliche Gesundheitskommission soll daher nach der Vernehmlassung vorwärts machen. Ohne Verbesserung des Risikoausgleichs sind in der laufenden KVG-Revision keine Vorteile für die Versicherten auszumachen.

Die KVG-Revision soll endlich auch Kostensenkungsmassnahmen einführen. Ein grosses Problem sind die neuen Medikamente, so genannte Schein-Innovationen (kaum neuer Therapie-Nutzen, aber viel höherer Preis). Hier müssen bei der Preisfestsetzung viel strengere Massstäbe angewendet werden. Der höhere Preis muss mit einer deutlichen Verbesserung der Wirkung belegt werden..

Vernehmlassungsantwort

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 10. Oktober 2005

 


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