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Kampagne für mehr Fairness

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in China und Tibet

Immer mehr Waren – Spielzeuge, Kleider, Elektronik – werden aus China importiert. Die meisten Importeure und Anbieter in der Schweiz kümmern sich jedoch kaum um die miserablen Bedingungen, unter denen die chinesischen Arbeiterinnen und Arbeiter die Waren herstellen. Die SKS und die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) lancieren eine Kampagne, um Anbieter, aber auch Konsumentinnen und Konsumenten zu sensibilisieren.

„Made in China“ steht auf immer mehr Waren in unseren Läden – mittlerweile werden beispielsweise rund 80 Prozent der Spielzeuge in China hergestellt. Billige Kleider, welche den europäischen Markt überschwemmen, haben in den letzten Monaten für Konflikte und Schlagzeilen gesorgt. Wenig erfährt man jedoch über die Bedingungen, unter denen die chinesischen Arbeiterinnen und Arbeiter die Waren herstellen. Sie werden viel zu oft ausgebeutet, miserabel entlöhnt und arbeiten bis zu zwölf Stunden am Tag. Der Beitritt zu Gewerkschaften ist verboten, willkürliche Kündigungen haben nur Folgen für die Entlassenen. Das Recht auf einen Lohn, der die Lebenskosten deckt, und die Freiheit, sich zu Interessengruppen zusammenzuschliessen, sind das mindeste, was den Arbeiterinnen und Arbeiter in China und Tibet zugestanden werden muss.

Mit der Einfuhr und dem Kauf von chinesischen Waren tragen wir im Westen nicht nur eine Mitverantwortung, sondern haben auch die Möglichkeit, über unser Einkaufsverhalten die chinesische Wirtschaft zu beeinflussen. Die SKS und GSFT lancieren deshalb eine Kartenaktion: Konsumentinnen und Konsumenten sollen von den Anbietern mehr Transparenz und mehr Kontrolle bezüglich der Situation in China verlangen. „Bevor Sie zu den billigen Artikeln „made in China“ greifen, fragen Sie bei den Anbietern nach, unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden“, fordert SKS-Geschäftsführerin Jacqueline Bachmann die Konsumentinnen und Konsumenten auf. Über 20 000 Postkarten werden im August von den beiden Organisationen verteilt, in der Hoffnung, dass sie zahlreich an die Anbieter geschickt werden. Auf www.konsumentenschutz.ch kann bereits eine Vorlage heruntergeladen werden, diese muss allerdings als Brief verschickt werden.

Anlässlich des Besuches des Dalai Lama in der Schweiz werden verschiedene Rahmenveranstaltungen durchgeführt. Unter anderem findet morgen abend im ETH-Zentrum in Zürich ein Podiumsgespräch zum Thema „Die Macht der Konsumentinnen und Konsumenten für die Menschenrechte in China und Tibet“ statt. Die SKS und GSTF werden auch teilnehmen.

Infoblatt

Musterbrief

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 8. August 2005

 

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