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Endlich mehr Transparenz!

Die Schweiz veröffentlicht ab 1. September die „schwarze Liste“ mit den Schrott-Airlines

Was die SKS seit langem fordert, löst Bundesrat Leuenberger nun endlich ein: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt veröffentlicht ab dem 1. September 2005 die „schwarze Liste“ mit jenen Gesellschaften, deren Flugzeuge ein Landeverbot haben.

Bereits im Januar 2004, nach dem Absturz der Maschine der Flash Airlines in Aegypten verlangte die SKS die Veröffentlichung der Namen jener Airlines, die gesperrte Flugzeuge einsetzen. Damals liess Interimsdirektor Max Friedli in den Medien verlauten („10 vor 10“, am 5.1.2005), ein internationales „Gentlemen’s Agreement“ verhindere die Veröffentlichung der Namen jener Airlines, die mangelhafte Flugzeuge einsetzen – damit soll eine mögliche wirtschaftliche Schädigung der Airlines vermieden werden. Eine solche Vereinbarung beurteilte die SKS als unerhört und menschenverachtend, denn ein solch gewissenloses Agreement schützt lediglich die Airlines.

Damit ist nun offenbar Schluss. Mit der Veröffentlichung der „schwarzen Liste“ wird endlich Transparenz geschaffen – KonsumentInnen und auch Reiseanbieter können sich über die Sicherheit der Maschinen und Airlines nun ein Bild machen.

„Die Veröffentlichung der Liste ist ein Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert Jacqueline Bachmann, Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz den Entscheid von Bundesrat Leuenberger. „Bundesrat Leuenberger muss nun aber alles daran setzen, dass rasch eine europäische Lösung kommt“.

Es wird aber weitere griffige Massnahmen brauchen, um das Vertrauen der KonsumentInnen ins Fliegen zu stärken. Die SKS erachtet Investitionen seitens der Reiseanbieter in Flugsicherheit als einen Mehrwert, der dieses Vertrauen stärken kann. Beispielsweise klare Deklarationen, mit welchen Airlines alle Flüge einer Reise, auch jene im Ferienland, durchgeführt werden. Auch Umbuchungen vor Ort dürfen nicht mehr vorkommen. Und zu guter Letzt: mehr Flugsicherheit sollte den Reiseanbietern ein Anliegen sein, haften doch seit Mitte 2005 (Montrealer Uebereinkommen) auch Reisebüros, welche Flugreisen anbieten unbeschränkt bei Flugunfällen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. August 2005

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