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Mehr Transparenz auf den Speisekarten!

Industriell gefertigte Produkte im Gastgewerbe

Hat der Koch in der Küche die Kelle gerührt oder hat er nur einen Beutel in den Mikrowellenofen geschoben? Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht zu erfahren, ob ihnen industriell vorgefertigte Mahlzeiten aufgetischt werden. Die vier Konsumentenorganisationen verlangen mehr Transparenz auf der Menükarte.

Wildterrine, Spargelcrème, Cordon Bleu mit Pommes Frites, Karottensalat, Crème Caramel; Für dieses Tagesmenü benötigt ein Wirt unter Umständen weder einen Koch noch eine Küche. Die Wildterrine, Cordon bleu, Salatsauce und die Creme Caramel kann er industriell gefertigt kaufen, die Spargelcrème kommt aus dem Beutel, die Pommes frites sind fertig gerüstet, vorgekocht und tiefgefroren. Den Salat kauft er geschnitten und gewaschen ein.

Das ist zwar sehr bequem für den Wirt, aber täuschend für die Konsumentinnen und Konsumenten. Sie erwarten, dass die ihnen aufgetischte Mahlzeit in der Restaurantküche nicht nur aufgewärmt, sondern auch dort hergestellt und gekocht wird.

Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf Transparenz und Information, damit sie wissen, für welche Leistungen sie bezahlen.

Diese Forderung nach mehr Transparenz und Deklaration der industriell gefertigten Produkte auf den Speisekarten ist nicht neu: Bereits 1997 stellte die Konsumentenorganisation acsi einen entsprechenden Antrag. Dieser wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern mit schwachen und wenig überzeugenden Gründen abgewiesen.

Seither hat sich das Problem verschärft. Industriell vorgefertige Produkte und Mahlzeiten finden in immer mehr Restaurant- und Kantinenküchen Einzug. Die Behörden sehen diesem Treiben untätig zu. Deshalb haben sich die Konsumentenorganisationen, acsi, FRC, kf und SKS entschlossen, Bundesrat Pascal Couchepin aufzufordern, eine verständliche und leicht anwendbare Deklaration einzuführen, welche die Transparenz auf den Speisekarten verbessert. Davon profitieren auch die Gewerbebetreibenden, welche sich die Mühe nehmen und frische, natürliche und selbst hergestellte Produkte anbieten.

Die Konsumentenorganisationen haben dieses Anliegen auch der Eidg. Kommission für Konsumentenfragen unterbreitet, welche die Forderung nächstens besprechen wird.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 18. Mai 2005


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