Startseite Medienmitteilungen Keine UMTS-Antennen an sensiblen Standorten!

Keine UMTS-Antennen an sensiblen Standorten!

UMTS-Basisstation neben Berner Pflegeheim: SKS verlangt Ablehnung des Baugesuchs

Obwohl niemand weiss, wie sich UMTS-Strahlen langfristig auf die Gesundheit auswirken, stellen die Betreiber derzeit tausende UMTS-Antennen auf. Ob mit den neuen Anlagen auch pflege- und schutzbedürftige Personen bestrahlt werden, scheint dabei keine Rolle zu spielen. In einem offenen Brief verlangt nun die SKS vom Bauinspektorat der Stadt Bern, das Baugesuch für die Installation einer Mobilfunk-Basisstation in unmittelbarer Nähe eines Pflegeheims abzulehnen.

Wie SFDRS am Donnerstag Abend (14.4.) in der Sendung «Schweiz aktuell» berichtet, will TDC Sunrise in direkter Nachbarschaft zur Seniorenvilla Grüneck in Bern eine neue UMTS-Basisstation installieren. Die Betreiber des Pflegeheims wollen das so nicht hinnehmen und haben beim Bauinspektorat der Stadt Bern Einsprache erhoben. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) unterstützt diese Einsprache und verlangt in einem offenen Brief, dass Handy-Antennen nicht in der Nähe von sensiblen Standorten errichtet werden dürfen.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass UMTS-Strahlung gesundheitsschädigend ist. Bereits 2003 hat die holländische TMO-Studie negative Begleiterscheinungen (Kopfschmerzen, Übelkeit) bei Personen beobachtet, die UMTS-Strahlung ausgesetzt waren. Und das ECOLOG-Institut in Hannover kam zum Schluss, dass in Wohngebieten und in der Nähe von Kindergärten, Schulen, Spielplätzen oder Krankenhäusern die Belastung durch UMTS-Strahlen möglichst gering zu halten sei.

Auch den Behörden und manchen Politikerinnen und Politikern scheint es angesichts des wild wuchernden UMTS-Antennenwaldes nicht mehr ganz wohl zu sein: So hat der Bundesrat im März 2005 beschlossen, die Auswirkungen von Mobilfunkanlagen wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Das Parlament des Kantons Basel-Stadt bereitet eine Standesinitiative für ein landesweites Moratorium für die Aufstellung weiterer GMS- und UMTS-Antennen vor. Die Stadt Langenthal hat sich im Februar 2005 entschlossen, bis auf weiteres auf keine Baugesuche für UMTS-Antennen mehr einzutreten. Aufgeschreckt von der holländischen TNO-Studie haben das Buwal und die Industrie gemeinsam eine Wiederholungsstudie in Auftrag gegeben. Die Resultate dieser Studie sollen Ende 2005 vorliegen.

Während also auf breiter Front die gesundheitlichen Auswirkungen der UMTS-Strahlung erforscht werden und einzelne Gemeinden gar in den Ausstand treten, bauen die Fernmeldedienstanbieter munter an ihren UMTS-Anlagen weiter. Ob diese in die Nähe von sensiblen Standorten zu stehen kommen, ist Ihnen einerlei.

Es liegt nun an den Berner Behörden, mit Annahme der Grüneck-Einsprache eine Denkpause zu erwirken und damit den Schutz sensibler Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.

Generell fordert die SKS, dass an sensiblen Standorten auf die Installation von UMTS-Basisstationen zu verzichten ist. Und bis schlüssige wissenschaftliche Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen von UMTS-Strahlen vorliegen, sollte auf die weitere Errichtung von UMTS-Antennen gänzlich verzichtet werden.

Offener Brief an das Bauinspektorat

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 14. April 2005

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

E-Ratgeber (PDF): Vorsicht Betrug!

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF

Hosting von oriented.net