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Keine Hilfe vom BAKOM

SKS-Beschwerde gegen Cablecom vom BAKOM abgewiesen

Die SKS-Beschwerde gegen Cablecom wurde vom BAKOM abgewiesen. «Der Markt wird’s schon richten», meint die Behörde. Die SKS ist enttäuscht und mit ihr die unzähligen unzufriedenen Konsumentinnen und Konsumenten.

Entnervt haben sich in den letzten Wochen und Monaten unzählige Cablecom-Kundinnen und -Kunden an die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) gewandt. Die meisten Klagen betrafen das Digital Phone Angebot des Kabelnetzbetreibers.

Viele Konsumentinnen und Konsumenten mussten wochenlang auf einen Anschluss warten, bei anderen funktionierte der Anschluss nicht oder nicht korrekt – Cablecom stellte die nicht erbrachten Leistungen aber trotzdem in Rechnung. Wem der Kragen platzte und sich bei Cablecom beschweren wollte, kam bei der Helpline nicht durch und blieb in der Warteschlaufe hängen. Wenn es ein Durchkommen gab, war die Auskunft meist unbefriedigend.

Die SKS nahm die Beschwerden der Cablecom-Kundschaft ernst und wollte sich nicht länger mit fadenscheinigen Argumenten abwimmeln lassen. Deshalb schaltete sie die Aufsichtsbehörde ein. Im Namen der unzufriedenen Kundinnen und Kunden verlangte sie in einer Beschwerde vom BAKOM, dass die Konzession von Cablecom überprüft werde. Denn aus Sicht der SKS verletzt Cablecom die Konzession, weil die Firma «nicht über die notwendigen technischen Fähigkeiten verfügt, um dem Gesetz entsprechende zuverlässige Fernmeldedienste anzubieten.»

In seiner Antwort schleicht sich das BAKOM nun aus seiner Verantwortung. Der Behörde fehle die entsprechende gesetzliche Grundlage, die einem Anbieter Qualitätskriterien für die erbrachten Dienstleistungen vorschreibt, meint das BAKOM. Einzig die Nachfrage am Markt bestimme die Qualität der fernmeldedienstlichen Angebote.

Die SKS ist über diese Antwort enttäuscht. Das BAKOM stellt sich auf den Standpunkt: «Der Markt wird’s schon richten». Damit macht es sich das Bundesamt leicht und lässt die Konsumentinnen und Konsumenten im Regen stehen. Den meisten Cabelcom-Kundinnen und Kunden bleibt nämlich gar keine Wahl. Sie müssen die Leitungen bezahlen – egal ob diese funktionieren, tot oder halbtot sind. So wollen es die einseitig und zu Ungunsten der Kundschaft verfassten Allgemeinen Geschäftbedingungen von Cablecom.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. April 2005

 

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