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Fakten sollen entscheiden!

Forschung zur Komplementärmedizin (PEK): SKS und Nationalrätin Rosmarie Zapfl fordern transparenten Abschluss Komplementärmedizin ins KVG

Im Juni entscheidet der Bundesrat, ob die Komplementärmedizin definitiv ins KVG aufgenommen wird. Im Vorfeld wird offensichtlich versucht, den Bundesrat zu beeinflussen. Mit einer Interpellation verlangt Nationalrätin Rosmarie Zapfl nun Klarheit.

1998 wurden die fünf komplementärmedizinischen Methoden Traditionelle Chinesische Medizin, Klassische Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Phytotherapie und Neuraltherapie provisorisch in die Grundversicherung aufgenommen. Über die definitive KVG-Verankerung entscheidet der Bundesrat im Juni. Grundlage für den Entscheid sollte das seit 1999 laufende Forschungsprojekt «Programm Evaluation Komplementärmedizin (PEK)» sein, welches die fünf Methoden auf ihre Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht. Nun aber droht der PEK-Schlussbericht verfälscht zu werden.

Immer deutlicher sind die Hinweise, dass bei der Auswertung viel Druck ausgeübt wird. Nationalrätin Rosmarie Zapfl (CVP, ZH) will mit ihrer Interpellation im Nationalrat zum Beispiel herausfinden, warum die Fachgesellschaften der fünf komplementärmedizinischen Methoden ihre Anträge zur Aufnahme in die Grundversicherung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis zum 28. Februar 2005 einreichten sollten, ohne dass vorher der Schlussbericht vorlag? Es befremdet auch, dass der Schlussbericht nicht wie geplant im Januar 2005 erschienen ist. Mit der Interpellation will die Nationalrätin auch verbindlich wissen, ob nach dem PEK-Abschluss alle Resultate der Öffentlichkeit frei zugänglich sein werden.

Wir fragen uns: Sind die Resultate für die Komplementärmedizin etwa so gut, dass sie durch Manipulation verfälscht werden? Üben gewisse Kreise Druck auf den Bundesrat aus, damit dieser einen politischen Entscheid fällt? Nationalrätin Rosmarie Zapfl und die SKS fordern daher die baldige Veröffentlichung des PEK-Schlussberichts und einen Bundesratsentscheid, der auf korrekt erstellten wissenschaftlichen Resultaten beruht.

Notabene: Die Komplementärmedizin hilft Kosten sparen. Würde sie aus der Grundversicherung ausgeschlossen, so müssten kostengünstige natürliche Heilmittel durch teure chemische Präparate ersetzt werden. Und: Die Komplementärmedizin geniesst ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Die SKS setzt sich dafür ein, dass die Patientinnen und Patienten in der Grundversicherung zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin frei wählen können.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 17. März 2005

 


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