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Lesehilfe für unverständliche Arztrechnungen

SKS und FMH fordern Santésuisse auf, dem Versicherungsausweis eine Tarmed-Lesehilfe beizulegen

Wer heute eine Arztrechnung studieren will, versteht meistens nur Bahnhof. FMH und SKS fordern deshalb Santésuisse zum Handeln auf.

Mit der Einführung des neuen Arzttarifs vor über einem Jahr haben die Patientinnen und Patienten die Möglichkeit verloren, ihre Arztrechnungen zu kontrollieren. Denn diese strotzen nur so vor Codes, Ziffern und Abkürzungen.

Das widerspricht den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten. Diese wollen ihre Selbstverantwortung wahrnehmen können. Mit ihrem individuellen Verhalten möchten sie dazu beitragen, die explodierenden Gesundheitskosten einzudämmen. Das geht aber nur, wenn die Patientinnen und Patienten selbständig kontrollieren können, ob ihr Arztbesuch korrekt verrechnet wurde.

Santésuisse hat hier schon erste Schritte in die richtige Richtung gemacht. Bereits wurden in zahlreichen Hauszeitschriften der Krankenversicherer und im eigenen Magazin übersichtliche Tarmed-Lesehilfen veröffentlicht. Das ist begrüssenswert, genügt aber noch nicht. Denn die diversen Publikationen landen meist schnell im Altpapier.

Deshalb gelangen die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) mit einem gemeinsamen Schreiben an Santésuisse. Die beiden Organisationen fordern Santésuisse darin auf, ihre Verbandsmitglieder zu verpflichten, den Versicherungsnehmerinnen und -nehmern jeweils zusammen mit dem Versicherungsausweis für die obligatorische Krankenversicherung eine aktuelle Tarmed-Lesehilfe beizulegen. Entsprechende Erläuterungen sollen den Patientinnen und Patienten ermöglichen, die komplizierten Arztrechnungen zu entziffern.

Somit hätten die Patientinnen und Patienten jederzeit eine aktuelle Tarmed-Lesehilfe zur Hand. Die Information der PatientInnen und die selbständige Kontrolle der Arztrechnungen wäre damit wieder gewährleistet.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 8. Februar 2005

 


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