Startseite Medienmitteilungen Versicherungsnehmer vor Missbrauch schützen

Versicherungsnehmer vor Missbrauch schützen

Vernehmlassung zur Versicherungsaufsichtsverordnung (AVO)

Die Versicherungsaufsicht muss aus Sicht der SKS folgende Ziele verfolgen: Versicherungsnehmer müssen vor Missbräuchen von Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittlern geschützt werden; Versicherungsnehmer sollen vor Insolvenz von Versicherungsunternehmen geschützt werden; dieser Schutz soll bei Vertragsabschluss und während der Vertragslaufzeit garantiert sein.

Mit Blick auf das revidierte Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) kommt der AVO grosse Bedeutung zu. Denn die grösste und folgenschwerste Veränderung in Bezug auf den Konsumentenschutz im VAG ist der Wechsel von der präventiven zur nachträglichen Produktekontrolle. Konkret bedeutet dies, dass neue oder veränderte Versicherungsprodukte, Prämien und Versicherungsvertragsbedingungen nicht mehr vorgängig einer Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde unterzogen werden.

Mit klaren Missbrauchs-Bestimmungen und Regeln über die Kundeninformation stellt die AVO nun sicher, dass die Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer vor Missbrauch, Irreführung und Täuschung geschützt werden und die Vergleichbarkeit und die Wahlfreiheit gewährleistet sind.

Weniger konsequent geht die Vorlage mit der Versicherungsvermittlung um. Zwar müssen sich künftig Versicherungsvermittler und -vermittlerinnen registrieren lassen und ausweisen können. Auch müssen sie angeben, ob sie gebunden oder ungebunden sind. Es fehlt aber eine klare Regelung zu den Provisionszahlungen. Diese Zahlungen verzerren den Wettbewerb und führen dazu, dass Versicherungsvermittler die Kundinnen und Kunden an jene Unternehmen vermitteln, welche die höchsten Provisionen auszahlen. Diesem Missstand ist ein Riegel vorzuschieben und die AVO entsprechend anzupassen: Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler sollen die Kundinnen und Kunden zwingend über Provisionen oder andere Entschädigungen informieren.

Generell ist die SKS der Ansicht, solche umsatzabhängigen Provisionen nicht mehr zuzulassen.

Vernehmlassungsantwort

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 15. November 2004


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

Ratgeber: Frühpensionierung

Gönnerpreis: 34.00 CHF
Normalpreis: 39.00 CHF

Miniratgeber: Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

E-Ratgeber (PDF): Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF


Hosting von oriented.net