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Zwängerei wider jeglicher Marktlogik

EU-Kommission lässt GVO Mais der Schweizer Firma Syngenta zu

Kaum je wurde die Nachfrage wie jene nach GVO-Lebensmitteln so intensiv abgeklärt – und kaum je gab es so deutliche Zeichen, dass GVO-Lebensmittel bei den Konsumentinnen und Konsumenten gar nicht erwünscht sind: Ueber 70 % der Europäer wollen keine Gentech-Lebensmittel, fast 95 % wollen selber entscheiden können, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel essen oder nicht. Dennoch gab die EU Kommission dem GVO-Mais nun den Weg in die Lebensmittelregale frei.

Die Konsumentinnen und Konsumenten bestimmen bekanntlich das Angebot mit. Bei GVO-Lebensmittel ist die ablehnende Haltung der Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz so gross, dass Anbieter sich hüten, GVO-Lebensmittel ins Regal zu stellen – und jeder Gastwirt würde sich bedanken, in der Speisekarte deklarieren zu müssen, dass der Süssmais im gemischten Salat GVO verändert ist.

Da muss man sich fragen, weshalb Syngenta nun unbedingt den gentechnisch veränderten Süssmais in die Lebensmittelregale stellen will. Die Hoffnung auf einen vorzeigbaren „return on invest“ wird es wohl kaum sein. Andere Firmen wie beispielsweise Monsanto aus den USA geben Pläne zur Markteinführung von GVO-Weizen oder GVO-Raps auf, da diese unter anderem „weniger attraktive Möglichkeiten als andere Geschäftsfelder biete“, wie in den Erklärungen des Unternehmens nachzulesen ist.

Der Anbau von GVO-Pflanzen hat aber auch bei den Produzentinnen und Produzenten keine Chance. Auch wenn die EU-Kommission dieser Zulassung nun zugestimmt hat, muss man in der EU weiterhin mit starkem Widerstand rechnen: Mittlerweile haben bereits 12 europäische Regionen von nord bis süd und ost bis west ein Memorandum über die Einrichtung gentechnikfreier Regionen unterzeichnet. Sie versprechen sich damit mehr politisches Gewicht gegenüber den EU-Institutionen in Brüssel.

In der Schweiz engagieren sich Konsumenten-, Umwelt- und Bauernorganisationen mit der Gentechfreiinitiative dafür, dass Gentechnik auch in Zukunft auf dem Teller, dem Feld und im Stall keine Chance haben.

Stiftung für Konsumentenschutz & Kleinbauern-Vereinigung

Bern, 19. Mai 2004

 

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