Startseite Medienmitteilungen Banken missachten Preisbekanntgabeverordnung

Banken missachten Preisbekanntgabeverordnung

SKS verlangt von Bundesrat Deiss für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen

Wer am Automaten einer fremden Bank Geld bezieht, wird immer öfter zur Kasse gebeten. Über diese Gebühren werden die Konsumentinnen und Konsumenten aber im Dunkeln gelassen. Die Banken verstossen damit aus Sicht der SKS gegen die Preisbekanntgabeverordnung. Sie fordert Bundesrat Deiss auf, dafür zu sorgen, dass sich die Banken an das Gesetz halten und die Preise anständig angeben.

Die Banken schliessen in Städten, Dörfern und Quartieren Filiale um Filiale. Das Schalterpersonal wird rar. Die Kundschaft soll ihr Geld am Bancomaten abholen – so das Credo von zahlreichen Schweizer Grossbanken. Und die zum Automatenbezug gezwungenen Konsumentinnen und Konsumenten werden dabei sogar noch zur Kasse gebeten. Wer nämlich als bankfremde Kundin etwa bei der UBS oder an einem Post-Automaten Geld beziehen will, zahlt drei Franken Gebühren, die CS verlangt 50 Rappen. Die Kantonalbanken machen nun von ihrem Gegenrecht Gebrauch. Die Benutzer von UBS- oder Postkarten müssen etwa bei der BEKB ab März 2004 ebenfalls drei Franken Gebühren zahlen.

Für SKS-Geschäftsführerin ist der Fall klar. „Aus Sicht der Stiftung für Konsumentenschutz verstossen die Banken damit eindeutig gegen die Preisbekanntgabeverordnung.“ Diese schreibt vor, dass überall dort, wo Konsumentinnen und Konsumenten Bankdienstleistungen angeboten werden, die Preise angegeben werden müssen. Diese Hinweise müssen leicht zugänglich sowie gut lesbar sein und auch anfallende Gebühren bei Auszahlungen beinhalten.

Bei Bancomaten hält sich selbstredend kein Personal auf. Auch Preislisten eignen sich für Bankomaten, die in windigen Strassen und dunklen Unterführungen installiert sind, nicht. Die Lösung jedoch ist einfach: Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen über den Bildschirm informiert werden. Technisch ist das kein Problem. Beim Einführen einer bankfremden Karte wird die Kundin oder der Kunde am Bildschirm darauf aufmerksam gemacht, dass der Geldbezug gebührenpflichtig ist, und es wird die Höhe der Gebühr bekannt gegeben. Nun hat die Kundschaft die Wahl – nämlich die Transaktion durchzuführen oder diese abzubrechen.

Die SKS verlangt, dass sich auch Banken und die Post an die Preisbekanntgabeverordnung halten. Sie hat Bundesrat Joseph Deiss in einem Schreiben aufgefordert hier einzugreifen und für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. November 2003

 

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

Datenschutzhülle für Kredit- und Debitkarten mit RFID-Chip

Gönnerpreis: 3.00 CHF
Normalpreis: 4.50 CHF

Kombiset: 2-er Set Webcam-Abdeckungen plus 2 Datenschutzhüllen

Gönnerpreis: 10.90 CHF
Normalpreis: 12.90 CHF

Ich ziehe aus – Miniratgeber für junge Erwachsene

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Hosting von oriented.net