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Wertverlust für Dieselmodelle ohne Russfilter

Bern, 14.Oktober 2003. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) raten den Konsumentinnen und Konsumenten dringend davon ab, jetzt noch Autos ohne Russfiltertechnologie zu kaufen. Dieselmodelle ohne Russfilter werden bereits in naher Zukunft als veraltet gelten und kaum mehr gefragt sein. Es ist damit zu rechnen, dass – ähnlich wie bei der Einführung des Katalysators – der Gebrauchtwagenpreis für solche Dieselmodelle drastisch einbrechen wird. VCS und SKS rufen zudem die Automobilimporteure auf, die Modelle mit Russfilter ohne Verzug zu importieren und der Kundschaft hierzulande anzubieten.

Dieselautos stossen zwar geringere Mengen des Klimagases Kohlendioxid aus als vergleichbare Benzinautos. Sie sind deswegen keineswegs umweltfreundlicher. Ihr Hauptproblem sind die ebenfalls klimaerwärmenden und zudem krebserzeugenden Russpartikel. Zudem stösst ein mit Diesel betriebenes Auto drei mal mehr Stickoxide aus als ein mit Benzin betriebenes. Stickoxide sind Vorläuferstoffe des bodennahen Ozons.

Bis anhin war der PSA Konzern (Peugeot und Citroën) mit seinem vorbildlichen Filtersystem, welches die gefährlichen Russteile praktisch vollständig eliminiert, allein auf weiter Flur. Insbesondere die grossen deutschen Hersteller stemmten sich mit Kräften gegen den Russfilter. Dem äusserst starken öffentlichen Druck zugunsten sauberer Dieselfahrzeuge konnte die Industrie jedoch nicht standhalten. So präsentierten letzten Monat an der internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt verschiedene Automobilhersteller ihre neuen Filtersysteme. Einmal in Gang gesetzt, verläuft der technische Fortschritt in hohem Tempo. Toyota zum Beispiel bringt mit dem neuen Avensis das erste Dieselfahrzeug auf den Markt, das nebst einem Russfilter einen sogenannten DeNox-Katalysator aufweist. Dieser senkt die Stickoxidemissionen auf das Niveau eines Benzinmodells.

Es ist damit zu rechnen, dass Dieselautos mit alter Technik überdurchschnittlich rasch an Wert verlieren werden. VCS und SKS raten den Konsumentinnen und Konsumenten daher dringend ab, jetzt noch solche Dieselmodelle zu kaufen. In einem Brief an die Autoimporteure fordern die beiden Organisationen zudem, dass Dieselmodelle mit Partikelfilter nicht nur den Grosseinkäufern (Flottenfahrzeuge), sondern auch dem Einzelhandel zur Verfügung gestellt werden sollen.

Weitere Informationen zu Dieselmodellen mit Russfiltern findet man in der Auto-Umweltliste des VCS. Diese kann mit aktuellem Ergänzungsblatt gratis bestellt werden bei: VCS Dokumentationsstelle, Postfach 8676, 3001 Bern, Tel. 031 328 82 41, Fax 031 328 82 01, dok@verkehrsclub.ch

Eine Internetversion finden Sie unter www.autoumweltliste.ch

Weitere Infos zur Dieselproblematik: www.autoumweltliste.ch Seiten 11 bis 17

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 14. Oktober 200

 

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