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Monopol Microsoft

SKS verlangt Untersuchung von der Wettbewerbskommission

Lovesan, Sobig.F und Co. zeigen: An Microsoft führt kein Weg vorbei!

Denn das US-Software-Imperium verdrängt die gesamte Konkurrenz. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS fordert deshalb, dass die Firma MICROSOFT Wettbewerbsbehinderungen zum Schaden von KonsumentInnen und Konkurrenten sofort beendet und verlangt von der Eidgenössischen Wettbewerbskommission eine Untersuchung wegen Verstoss gegen das Kartellgesetz..

Die Attacke des Sobig.F-Wurms bringt es an den Tag. KonsumentInnen, Firmen und Verwaltungen haben keine Wahlfreiheit. Denn auf 91% der PC’s in der Schweiz ist Microsoft-Software installiert. Auf andere Produkte umzusteigen ist mangels fehlender Konkurrenz-Produkte schwer. Diese marktbeherrschende Stellung nützt der Konzern nach Ansicht der SKS in unzulässiger Weise aus: Microsoft lanciert immer wieder fehlerhafte Produkte, vor deren Sicherheitslücken der Konzern dann später oft selber warnt. Mit raffinierten Methoden verdrängt Microsoft zudem Konkurrenten vom Markt oder verunmöglicht deren Markteintritt. Dieses Verhalten ist der EU-Wettbewerbskommission seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie verlangt von Microsoft ultimativ die Beseitigung der Wettbewerbsbehinderungen. Die SKS zieht nach und verlangt von der Eidgenössischen Wettbewerbskommission eine Untersuchung.

„Wir haben die kritischen Lücken intern bei routinemässigen Produktetests entdeckt.“ Solche und ähnliche Informationen lässt Microsoft alle paar Jahre oder Monate raus. Die fehlerhaften Produkte sind dann allerdings längst auf dem Markt, die KonsumentInnen, aber auch Firmen und Verwaltungen spielen dabei eine Art Testerinnen und Tester. Ebenso werden Computer, die mit Microsoft-Programmen laufen, immer wieder von Viren oder Würmern attackiert.

„Wenn eine andere Firma solche Fehlleistungen zu beklagen hätte, würde sich die Konkurrenz schön ins Fäustchen lachen“, sagt Jacqueline Bachmann, Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, „denn die Konsumentinnen würden in Scharen zur Konkurrenz überlaufen“. Doch diese ist bei 91% Marktanteil kaum vorhanden. Mit raffinierten Methoden verdrängt Microsoft nach Ansicht der SKS Konkurrenten vom Markt oder verunmöglicht diesen den Markteintritt: Beispielsweise durch Koppelung des Windows-PC-Betriebssystems mit dem Windows-Media-Player. Oder Microsoft gibt wichtige technische Angaben ihrer Betriebsserver nicht preis – solche Schnittstellen-Angaben brauchen aber anderen Anbieter, damit ihre Produkte mit den mit Windows betriebenen Computern kommunizieren können.

Dieses Verhalten ist der EU schon lange ein Dorn im Auge, die EU-Wettbewerbskommission hat im Jahr 2000 eine Untersuchung eingeleitet und macht nun ernst: sie hat anfangs August 03 Microsoft ultimativ aufgefordert, Wettbewerbsbehinderungen zum Schaden von KonsumentInnen und Konkurrenten zu beenden.

Das Ziel ist für Geschäftsführerin Bachmann klar: „Mehr Wettbewerb muss her: Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf sichere Produkte und auf Wahlfreiheit. Es braucht deshalb mehr Anbieter auf dem Markt. Dadurch werden die Produkte sicherer und qualitativ besser, zudem wirkt sich Wettbewerb auch positiv auf die Preise aus“. Die SKS hat die Wettbewerbskommission aufgefordert, sofort eine Untersuchung einzuleiten, um abzuklären, ob das US-amerikanische Unternehmen gegen das Kartellgesetz (KG, Art. 7: Unzulässige Verhaltensweisen marktbeherrschender Unternehmen) verstösst.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. August 2003

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