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Wahl des Telefonanbieters

Die Wahl des Telefonanbieters gehört in die Hände der KonsumentInnen!

Die 4 schweizerischen Konsumentenorganisationen ACSI, FRC, kf und SKS lancieren eine Petition, um sich gegen die aggressiven Marketingmethoden und die Nötigung oder den Missbrauch beim Abschluss von Verträgen zu wehren. Täuschung, um die Unterschrift unter einen Vertrag zu erhalten und Unterschriftenschwindel tauchen seit der Liberalisierung des Telefonmarktes immer wieder in unseren Beratungsstellen auf. Die Konsumentenorganisationen klagen diese Praktiken an und verlangen vom Bundesrat, etwas Ordnung in den Telefonie-Dschungel zu bringen. Als erstes fordern wir: die Wahl des Telefonanbieters gehört in die Hände der KonsumentInnen! Nicht die Telefonanbieter suchen sich ihre Kunden aus, sondern die Kunden den Telefonanbieter!

Die Praktiken gewisser Telefonanbieter des Fixnetzes sind für die KonsumentInnen unhaltbar. Deshalb lancieren die Associazione Consomatrici della Svizzera Italiana (ACSI), die Fédération Romande des Consommateurs (FRC), die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und das Konsumentenforum kf eine Petition, um die festgestellten Missbräuche beim Wechsel des Telefonanbieters zu bekämpfen. Dank der Liberalisierung im Bereich der Telekommunikation ist es möglich, den Telefonanbieter zu wechseln, indem man einen neuen Vertrag mit einem neuen Telefonanbieter unterschreibt oder sein Einverständnis per Telefon bekannt gibt (der Anruf wird in diesem Fall auf Tonband gespeichert). Leider gibt es dabei zahlreiche Missbräuche: gefälschte Unterschriften auf Verträgen, Drittpersonen (Kinder und betagte Menschen), die anstelle des Vertragsnehmers zur Unterschrift aufgefordert werden, Vertreter, die vorgeben, für Swisscom zu arbeiten, KonsumentInnen, die Informationsmaterial zu bestellen glauben und damit einen Vertrag unterschreiben. Jeden Tag neue Versuche, die KonsumentInnen zu täuschen. Für die Konsumentenorganisationen sind solche Vorkommnisse unhaltbar.

Sie fordern, dass wieder die Kunden die Anbieter wählen und nicht umgekehrt. Die legale technische Lösung dazu existiert schon, man muss sie nur konsequent als einzig möglichen Weg festlegen. ACSI, FRC, kf uns SKS verlangen vom Bundesrat, dass er die Variante 2 des Anhangs 2 der Verordnung der Eidgenössischen Kommunikationskommission für obligatorisch erklärt. Diese Variante erlaubt, dass jeder seinen Telefonanbieter von seinem eigenen Telefon aus wählen und kontrollieren kann. Damit wird die Jagd auf neue Kunden beendet und die dazugehörenden Missbräuche sind nicht mehr möglich.

Diese Petition ist erst der Anfang. Die Konsumentenorganisationen wollen auch andere Probleme in der Telekommunikation aufnehmen und lösen: übersetzte Preise bei gewissen 0900-Nummern, Spamming, fehlende Dialogbereitschaft der Telefonanbieter bei Reklamationen zu den Rechnungen und vieles mehr. Es ist endlich Zeit, Ordnung in den Telekommunikations-Dschungel zu bringen.

Die Unterschriftensammlung für die Petition dauert bis zum 15. Dezember 2003.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 26. Mai 2003

 

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