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Angriff auf Fleischbarone!

Konsumentenschutz verlangt Transparenz

Nächste Woche entscheidet der Nationalrat darüber, wie die Importkontingente für Fleisch in Zukunft verteilt werden. Die Stiftung für Konsumentenschutz fordert die ParlamentarierInnen auf, endlich für Transparenz und für effiziente Strukturen zu sorgen. Die SKS wehrt sich dagegen, dass Fleischbarone weiterhin satte Importrenten an den KonsumentInnen vorbeischmuggeln. Das schade übrigens auch den Bauern, ist die SKS überzeugt.

Wenn der Nationalrat nächste Woche im Rahmen von AP2007 über die Verteilung der Fleischimportkontingente entscheidet, geht es um etwa 300 Millionen Franken. Aufgrund von intransparenten und ineffizienten Strukturen muss davon ausgegangen werden, dass Importrenten im Umfang von etwa 150 Millionen bei Importeuren und Händlern hängen bleiben und nicht an die KonsumentInnen weitergegeben werden.

Die Stiftung für Konsumentenschutz verlangt seit Jahren, dass diese Missstände von der Politik endlich angegangen werden und setzt sich für die vom Bundesrat vorgeschlagene Versteigerung der Fleischimportkontingenten ein. Nur so könnten transparente und effiziente Strukturen geschaffen werden. Im Gegensatz zum heutigen System, das nur ganz Wenigen den Zugang zu Importrechten ermöglicht und deshalb zu einer extrem hohen Konzentration führt, können an der Versteigerung alle interessierten Personen in der Schweiz teilnehmen und sich damit an den Importrechten beteiligen.

Gute Erfahrungen:

Die bereits eingeführte Versteigerung von Importkontingenten für Fleischspezialitäten hat gezeigt, dass heute mehr KMU an den Importen beteiligt sind als vorher. Die von den heutigen Profiteuren gestreute Befürchtung, dass sich nur noch die ganz Grossen beteiligen könnten, ist somit widerlegt.

Lösung für unverantwortbare Verschwendung:

Die SKS ist damit einverstanden, dass ein Teil der Versteigerungserlöse für die Entsorgung von Fleischabfällen verwendet wird. Allerdings verlangt die SKS, dass das heutige generelle Fütterungsverbot für Fleischabfälle so schnell wie möglich aufgehoben wird. Bundesgelder für die Entsorgung sollen deshalb direkt an die Bauern ausbezahlt werden, um damit einen Anreiz zu schaffen, dass die Bauern nach effizienteren und kostengünstigeren Lösungen für die Entsorgung suchen. Ausserdem verlangt die SKS, dass der Bund in spätestens zwei Jahren ein Konzept vorlegt, wie die ethisch und ökologisch unverantwortliche Verschwendung von hochwertigem tierischem Eiweiss aufgehoben werden kann.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 14. März 2003

 

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