Startseite Gebühren/Stornierungskosten: Der Anbieter behält bei der Kostenrückerstattung einen Teil des Betrages zurück. Darf er das?

Gebühren/Stornierungskosten: Der Anbieter behält bei der Kostenrückerstattung einen Teil des Betrages zurück. Darf er das?

Web-RatgeberGrundsätzlich haben Sie Anspruch auf vollen Kostenrückerstattung, wenn beispielsweise ein Konzert oder Sportevent nicht durchgeführt wird, ein Sprachaufenthalt nicht stattfinden kann oder eine Laufveranstaltung abgesagt werden muss. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass Anbieter aus den verschiedenen Bereichen den Kunden bei der Rückerstattung des einbezahlten Betrags eine Gebühr berechnen.

Viele Anbieter sehen solche Gebühren bereits in ihren AGB vor. Das ändert jedoch nichts an Ihrem Rechtsanspruch auf volle Kostenrückerstattung. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die gegenwärtige Coronakrise auch die Anbieter über alle Branchen hinweg grossen, nicht vorhergesehenen Aufwand beschert. Bei zusätzlichen Aufwänden sollte daher ein Anbieter einen moderaten, verhältnismässigen Betrag in Rechnungen stellen können. In komplexeren Situationen (der Anbieter muss seinerseits im Rahmen der Rückabwicklungen mit verschiedenen Vertragspartnern operieren) kann ein derartiger Betrag allenfalls wiederum verhältnismässig und leicht erhöht sein.

Gebührenbeträge (pauschal oder prozentual), die so hoch sind, dass sie in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bearbeitungsaufwand stehen, müssen aber nicht akzeptiert werden.

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie unter Umständen eine Annullationsversicherung abgeschlossen haben, die derartige Kosten übernimmt. Insbesondere bei Laufveranstaltungen ist dies nicht ausgeschlossen.

 

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