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Darf ein Gutschein ein Ablaufdatum haben?

Web-RatgeberDie Frage nach der Zulässigkeit eines Ablaufdatum bei Gutscheinen wurde in der Schweiz bisher nicht gerichtlich geklärt und ist deshalb umstritten.

Es besteht die überwiegende Lehrmeinung, dass Forderungen aus Gutscheinen den gesetzlichen Verjährungsfristen unterliegen. Da es Art. 129 OR ausdrücklich verbietet, diese Verjährungsfristen abzuändern, sind Gutscheine je nach Forderung fünf oder zehn Jahre lang gültig – auch wenn darauf eine andere Frist steht.

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) enthält seit dem 1. Juli 2012 einen neuen Passus, der diese Ansicht zusätzlich stärkt. Nach Art. 8 UWG handelt ein Anbieter unlauter, wenn er die Rechte und Pflichten der Konsumenten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in ein erhebliches Missverhältnis stellt. Diese Regelung ist nach Ansicht der Stiftung für Konsumentenschutz auch bei Gutscheinen anwendbar:

Der Anbieter setzt die Gültigkeitsfrist seiner Gutscheine allgemein,  einseitig und ohne Verhandlungsmöglichkeit des Kundschaft fest. Somit handelt es sich um AGB. Wenn nun die vorausbezahlte Leistung aufgrund einer Verkürzung der Verjährungsfrist nicht erbracht wird, muss ein Missverhältnis gemäss Art. 8 UWG angenommen werden.

Was tun, wenn ein Gutschein abgelaufen ist

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zuletzt aktualisiert am 06.11.2019

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