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Coronavirus: Recht auf Rückerstattung?

Web-RatgeberUm die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz zu verlangsamen, hat der Bund ein Bündel an Massnahmen verordnet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese weiter verschärft werden. Wegen der Restriktionen werden unzählige Läden geschlossen und vereinbarte Dienstleistungen unterbrochen oder abgesagt. Haben Sie ein Recht auf Rückerstattung und wenn ja, wie fordern Sie diese ein?

Grundsätzliches Recht auf Rückerstattung

Fragen entstehen insbesondere bei Verträgen, bei welchen der Kunde im Voraus für eine Dienstleistung bezahlt hat, die aber vom Anbieter nun nicht mehr angeboten werden darf. Betroffen sind beispielsweise Fitnessabos, Saisonkarten oder anderen Abonnemente für Skigebiete oder Kurse und Weiterbildungsveranstaltungen.

Haben Sie als Kunde – in Form der Bezahlung – in einem zweiseitigen Dienstleistungsvertrag Ihren Teil der Leistung bereits erbracht, steht Ihnen grundsätzlich das Recht auf Rückerstattung zu.

Kulanz gegenüber Anbietern

Aus juristischer Sicht haben Sie also Recht auf Rückerstattung. Viele Anbieter bieten ihren Kunden jedoch akzeptable Lösungen für spätere oder alternative Leistungserfüllung an, auf die Sie angesichts der auch für Anbieter sehr schwierigen Situation durchaus eingehen können. Vergessen Sie nicht, dass die Massnahmen des Bundes für viele Anbieter existenzbedrohend sind. Sie können diese Unternehmen unterstützen, indem Sie angebotene Leistungsalternativen akzeptieren. Falls der Anbieter keine solchen anbietet, können Sie das für ihn tun und ihm kreative Vorschläge unterbreiten.  Zu denken wäre bei einem Fitnessabonnement beispielsweise an ein Timeout , bei welchem die Abolaufzeit um die entsprechende Zeit verlängert wird. Zur Kompensation von Saison- oder Wochenkarten von nun geschlossenen Skigebieten könnten Sie von den Bahnbetreibern beispielsweise Gutscheine für die Bergbahnen oder für die nächste Saison akzeptieren. Der Fantasie ist keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Sie die Abmachungen schriftlich festhalten, damit es zu keinen Missverständnissen kommen kann.

Musterschreiben für Rückerstattung oder Alternativleistungen

Falls Sie jedoch keine alternative Leistungserfüllung annehmen können oder wollen, können Sie Ihre Geldleistung anteilsmässig zurückfordern. Hierfür gibt es keine Formvorschriften, eine einfache Mitteilung reicht. Sollte der Anbieter eine Rückerstattung jedoch verweigern, empfiehlt es sich, den Rückerstattungsanspruch schriftlich zu fordern, um Ihren Anspruch zu unterstreichen und damit Sie im Falle einer späteren juristischen Streitigkeit ihre Forderung belegen können. Wir haben hierfür eine Musterschreiben entworfen.

Download Musterschreiben

 


Ticket-Rückerstattung bei öffentlichen Veranstaltungen

Informationen zu Ihren Rechten bei Sport-, Kulturanlässen und anderen öffentlichen Veranstaltungen wie Tagungen und Konferenzen finden Sie im Beitrag „Veranstaltung abgesagt – was nun?“

Veranstaltung abgesagt – was nun


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