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Spargeln und Bohnen made in China

Bundesrat Johann Schneider-Ammann freut sich über die gelungenen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit China. Der chinesische Verhandlungsführer Yu Jianhua freut sich für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, dass sie nun dank Importen aus China mehr Auswahl hätten, auch auf ihrem Speiseteller. Unsere Freude hält sich in Grenzen.

Die Details des Freihandelsabkommens werden noch nicht bekanntgegeben und man kann weiter rätseln, welche Folgen dieses Abkommen für die Wirtschaft, aber auch für die Konsumentinnen und Konsumenten haben wird. Ganz so ausgeglichen und erfreulich, wie es der zufriedene Bundesrat Schneider-Ammann bekannt gab („I feel good!“), wird es vermutlich nicht sein: Aus China wurde bekannt, dass fast alle chinesischen Exporte zollfrei in die Schweiz eingeführt werden sollen, bei den Schweizer Exporten nach China wird dies jedoch nicht immer der Fall sein. Welche landwirtschaftlichen Produkte in die Schweiz eingeführt werden sollen, ist auch nicht bekannt. Yu erwähnt Früchte, Gemüse, Honig oder Gebäck.

Bekannt ist den meisten Schweizerinnen und Schweizer bereits jetzt und schon seit längerem, dass in China bezüglich Lebensmittelsicherheit grosser Nachholbedarf herrscht. Der Journalist Peter Achten führt dies auf der Website „infosperber“ eindrücklich aus. Mehr Lebensmittel aus China setzt auch der Präsident der Kantonschemiker, Otmar Deflorin, mit mehr Beanstandungen gleich.

1,1 Prozent der Lebensmittel – Früchte, Gemüse oder Fisch – auf den Schweizer Tellern kommen bereits aus China. Sollen es mehr werden, heisst das für uns auch, dass wir uns wappnen müssen: Eine risikobasierte und engmaschige Kontrolle der importierten Lebensmittel, wirkungsvolle Sanktionsmöglichkeiten und die notwendigen Ressourcen für die Kontrollbehörden sind unabdingbar. Zugleich müssen Sie und ich als Konsumentin oder Konsument die Wahl haben, ob wir diese Lebensmittel kaufen wollen. Das Lebensmittelgesetz, welches zur Zeit im Parlament beraten wird, bietet die Chance, mehr Klarheit bei der Herkunftsdeklaration von Rohstoffen und Lebensmitteln zu schaffen.

Wir zählen und pochen darauf, dass das Parlament diese Chance packt, damit auch wir Konsumentinnen und Konsumenten uns „good“ fühlen können angesichts des Abkommens!


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