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Aus 3 mach 1

Ein weiteres Mal wird offensichtlich, wie schädlich sich eine Monopolstellung auswirkt: Gigant Microsoft hat mit der Lancierung des neuen Office-Pakets eine einschneidende Änderung eingeschmuggelt. Will man das neue Office-Paket kaufen anstelle der teuren Miete, wird nur noch eine Lizenz für ein Gerät abgegeben. Immerhin hatte man bei der Version 2010 noch drei Lizenzen mitgekauft.

Die klammheimliche Verminderung der Lizenzen wird bei der neusten Version gut verschleiert. Erst bei der Bestellung wird – clever versteckt hinter einem kleinen Informations-Button – angezeigt:

Für Installation und Einsatz auf nur einem (1) PC. Die Lizenz kann nicht auf einen anderen PC übertragen werden.“

In Deutschland hat ein Microsoft-Sprecher vor wenigen Tagen verlauten lassen, dass diese Klausel bei einem Gerätedefekt nicht gelte. Selbstverständlich könne auf einem neuen Gerät die Software wieder installiert werden. Dazu genüge ein kostenloser Anruf bei der Hotline – nebst der Deinstallation der genutzten Software vom defekten Rechner. Wie dieser zweite Punkt einfach zu bewerkstelligen ist, bleibt jedoch ein Rätsel.

Solch kundenfeindliche, einzwängende Bedingungen dürfen auch in der Schweiz nicht gelten. Wir haben Microsoft Schweiz daher aufgefordert, diese Gängelung umgehend aufzuheben. Die Antwort des Konzerns steht zur Zeit noch aus.

Wir bleiben dran! Falls auch Sie sich unserer Forderung anschliessen wollen, finden Sie hier diverse Mailadressen von Microsoft Schweiz.

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz SKS

 

Nachtrag vom 06.03.13:

Microsoft hat unterdessen reagiert und schreibt in einer Mail vom 06.03.13:

Inzwischen sind die neuen Richtlinien zur Transferierbarkeit der Office Lizenzen weltweit kommuniziert worden. Die gewählte Lösung ermöglicht den Kunden das Transferieren generell, nicht nur im Falle eines Gerätedefekts. Die Voraussetzung ist im Wesentlichen, dass der Kunde Office auf dem „alten“ Rechner deinstalliert bevor er es auf einem neuen installiert, resp. allgemein formuliert (z.B. bei einem kompletten Geräteausfall), dass eine Lizenz nicht parallel auf zwei Geräten läuft. Eine Übertragung ist alle 90 Tage möglich, allerdings gibt es extra eine Ausnahmeregelung, wenn das Gerät vor Ablauf dieser 90 Tage seit der letzten Übertragung versagt. Die Garantiedauer des Gerätes spielt damit keine Rolle mehr. Falls Sie es detailliert nachlesen möchten, empfehle ich den folgenden Blogbeitrag.

Wir sind überzeugt, dass wir damit eine sehr kundenfreundliche Lösung gefunden haben, da wir den Gerätewechsel – unabhängig von der Ursache – unterstützen.

Ein Kommentar zu “Aus 3 mach 1”



Markus Saurer

Die Cloudvariante Office365 läuft prima, kann auf 5 Geräten istalliert und direkt mit mehreren Skydrive-Konten verknüpft werden. 11 Franken pro Monat scheinen dafür nicht zu teuer im Vergleich zu anderen Angeboten. ….. Und „andere Angebote“ ist das zentrale Stichwort. Eine Oberkonsumentenschützerin sollte sich gegenüber dem Publikum etwas
präziser ausdrücken. Es gibt unzählige Alternativen zu Microsoft. Von Monopol zu sprechen, ist ein Hohn! Aber ich habe ja schon genug gerügt, dass der Konsumentenschutz in der Schweiz ohne jegliche Ökonomiekenntnisse funktioniert. Das geht aber auf Dauer zu Lasten der Konsumenten.

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