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Zaghafte Drehbewegungen

Eine riesige Mechanik – die aus vielen Zahnrädern grösseren und kleineren Umfangs besteht – in Gang zu setzen braucht Kraft. Einmal in Schwung, läuft eine solche Maschinerie recht zuverlässig und konstant. Wir haben seit Monaten mit einem unermüdlichen Kraftakt gegen das Stillstehen der “Hochpreisinsel-Maschine” angekämpft. Bei diesem Gebilde gibt es sehr viele Zahnräder, die ineinander greifen, sich wechselseitig beeinflussen und das ganze Gefüge zum Stillstand zwingen. Bleibt die Maschine still, können die Preise der Importgüter in unserem Land unangetastet hochgehalten werden.

Nun zeigen unsere kräftigen Anschub-Bemühungen endlich Wirkung, in verschiedenem Ausmass:

Diese heutige Botschaft der Weko stimmt uns zuversichtlich. Die Wettbewerbskommission hat ihre wichtige Funktion bei der Preisbildung zu lange negiert und ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Es stimmt mich optimistisch, dass unsere Gespräche und Forderungen bei der Weko zur Folge haben, dass die Drehzahlgeschwindigkeit dieses wichtigen Zahnrads endlich erhöht wird.

Nun muss die Maschine aber sofort Fahrt aufnehmen und soweit in Schwung kommen, damit sie zuverlässig und konstant Resultate – in Form von Preissenkungen bei Importgütern – liefert. Mit dem Ölfläschchen in der Hand behalten wir die Beobachtungsrolle inne: Denn diese zaghaften Drehbewegungen dürfen sich nie mehr verlangsamen – was unweigerlich wieder zum Stillstand führen würde.

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

 

Ein Kommentar zu “Zaghafte Drehbewegungen”



M.Schmid

Mit billigeren Direktimporten könnte man die Preise direkt auf normalere Niveaus drücken.

Das verhindern aber Kosten wie besonders die Postvorweisungstaxe am Zoll. Diese sind immer noch sehr teuer.
Ja, 2012 kommen dort Preisänderungen, aber die sind in Absolutbeträgen nicht viel tiefer; verschiedene Services und Preisklassen werden auch teurer. Z.B. die Öffnung und Deklaration eines Paketes bei schlechter Deklaration.

Wieso wird nichts zur Vereinfachung und Verbilligung des Zollwesens für Einkäufe im internationalen Detailhandel getan?

Vielleicht sollte der Zoll Deklarationen per QR-Codes (elektronisch und schnell lesbar) annehmen. Geht schneller für alle und kann kaum schief gehen.

Oder Zahlungen bei Einkäufen über Paypal, Kreditkartenfirmen, Banken und andere vertrauenswürdige Zahlungsprovider direkt als Zolldeklaration und Verzollungszahlung annehmen, dann wären allenfalls nur noch Stichproben nötig und die Mehrwertsteuer unbürokratisch gezahlt (der Staat könnte die Freigrenzen aufheben und dafür könnten alle einfach nur
„wie normal“ die Steuern zahlen – dann haben auch schweizer Händler die gleichen Bedingungen).

Vielleicht auch ein Online-Portal, wo die Leute Konten zur Zahlung von Mehrwertssteuern für ihre eigenen Addressen wie auch Zollprobleme bearbeiten könnten…?

Oder wenn’s der Status Quo sein muss, dann halt die Zollfreigrenzen auf z.B. 500Chf pro Person rauf.

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