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Krumme Gurken und ein Rezept dagegen

Verständlich, informativ und übersichtlich: Wir freuen uns über unseren Ratgeber „Umweltschonend einkaufen dank Ökobilanzen“, der druckfrisch vor uns auf dem Tisch liegt. Zudem ist er topaktuell, wie die gehäuften Schlgzeilen über unseren gedankenlosen Umgang mit Lebensmitteln zeigen.

„Taste the waste“ heisst ein Dokumentarfilm über unsere überbordende Wegwerfmentalität bei den Lebensmitteln: Wir werfen tonnenweise Lebensmittel weg. Das fängt früh an, bereits auf dem Feld: Gurken, weil sie nicht ganz gerade gewachsen sind, Äpfel, weil sie Flecken aufweisen oder nicht die perfekte Farbe haben oder Kartoffeln, welche die übermütigen Launen der Natur zeigen und nicht der Industrienorm entsprechen, landen einfach auf dem Müll. Aber auch in den Supermärkten werden Lebensmittel regelmässig und in grosser Menge „entsorgt“: Was nicht mehr ganz frisch aussieht, bleibt liegen. Und selbst am Abend müssen die Brot- und Gemüseregale noch voll sein, damit sich der Kunde nicht einem reduzierten Angebot abfinden muss. Was dann nicht mehr gekauft wird, landet im besten Fall in einer Suppenküche oder bei einer gemeinnützigen Organisation. Der Regisseur von „Taste the Waste“ meint dazu: „So viele Bedürftige gibt es gar nicht, die das alles essen könnten“.

Nun reicht es nicht, mit dem Finger auf die Lebensmittelproduzenten und -anbieter zu zeigen. Wir, die Konsumentinnen und Konsumenten, sind offenbar nicht besser: Schätzungsweise 6 bis 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werfen die Deutschen im Jahr auf den Müll, rechnet die Deutsche Verbraucherministerin, Ilse Aigner, ihren Landsleuten vor. Das gibt eine Kolonne von 20-Tonnen-Lastwagen, die von Madrid bis Warschau reicht. Ob England, Deutschland, Österreich oder Japan: Rund 10 Prozent des Hausmülls besteht aus essbaren Lebensmitteln. Das wird in der Schweiz wohl nicht viel anders sein.

Dabei wäre das Rezept gegen diese Verschwendung eigentlich einfach: Kaufen Sie nur ein, was sie benötigen und was Sie konsumieren werden. Grosseinkäufe haben ihre Tücken, den Überblick über einen übervollen Kühlschrank zu bewahren, ist schwierig. Und betrachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum als das, was es ist: Im Gegensatz zum Verbrauchs- oder Verfalldatum sind diese Produkte in der Regel noch während Tagen gut geniessbar. Essen, was man kauft, entlastet die Umwelt und schont das Portemonnaie: Die Deutschen, so rechnet die Verbrauchsministerin vor, könnten durchschnittlich über 300 Euro einsparen.

Das ist sinnvoll gespartes Geld, oder?

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

 


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