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Pranger „Not found“

Seit über 24 Stunden versuche ich erfolglos, auf die Produkteliste der neuen Internetseite des deutschen Verbraucherschutzes (in Zusammenarbeit mit dem Bundesverbraucherministerium) zu gelangen. Welche Produkte haben den Weg auf www.lebensmittelklarheit.de, auf den „Pranger“ – wie er im Volksmund genannt wird – gefunden? Mit „Not Found“ werde ich regelmässig vertröstet.

Eine Seite zu unterhalten, bei der sich pro Sekunde um die 20 000 Interessierte mit Informationen eindecken wollen, ist eine grosse Herausforderung, auch technischer Art.

In den Medienberichten ist zu lesen, dass diese Seite einem riesigen Bedürfnis entspreche – was die Überlastung bei der Aufschaltung deutlich zeige. Dass die Seite der besseren Aufklärung dient, ist unangefochten. Dass der Ansturm aber ausschliesslich auf neugierige Konsumentinnen oder Verbraucher zurückzuführen ist, das bezweifle ich jedoch! Denn es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alle gleichermassen Freude an einer Veröffentlichung von Deklarationslügen haben.

Technisch ist es problemlos möglich, dass eine Website lahmgelegt werden kann, ohne dass Abertausende von Wissbegierigen tatsächlich mit ihren Computern oder Smartphones die Site anwählen. Noch einfacher ist es, wenn der Serverleistung einer solch beachteten Site bei der Planung zu wenig Beachtung geschenkt wurde.

Wer etwas gegen die Offenlegung von Fakten und mehr Transparenz in verarbeiteten Industrielebensmitteln hat, wird Kräfte mobilisieren, damit die Aufschaltung einer solchen Seite massiv gestört oder gar verhindert wird.

Für die Schweiz muss eine solche Seite ebenfalls eingeführt und betreut werden, denn handfeste, verständliche Informationen dienen der Verbesserung der Volksgesundheit: Dazu braucht es nebst dem politischen Willen aber auch entsprechende finanzielle Mittel und die enge Kooperation zwischen dem zuständigen Bundesamt für Gesundheit und den Konsumentenschutz-Organisationen. Alles Punkte, an denen zuerst noch grundlegend – und erfahrungsgemäss zeitintensiv – gearbeitet werden muss.

Ich hoffe natürlich, dass allfällige Störenfriede schnellstmöglich ausfindig gemacht werden, damit Konsumentinnen und Konsumenten, die sich tatsächlich ins Bild setzen wollen, zu den gewünschten Informationen auf dem neuen deutschen Internetportal kommen – solange die schweizerische Site noch ein Wunschtraum ist.
Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

 

 


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2 Kommentare zu “Pranger „Not found“”



Sara Stalder

Besten Dank für Ihre Nachfrage: Da es am politischen Willen mangelt, mehr Transparenz in dieser Sache zu gewährleisten, ist noch nichts in Planung. Für unsere kleine NPO ist es schlicht unmöglich, ohne zusätzliche Finanzen einen Pranger seriös zu betreiben. In Deutschland kostet der Unterhalt laut Pressemeldungen mehrere Hundertausend Euro pro
Jahr.
Wir bleiben dran!



barbara kanzian

Guten Tag Frau Stalder, wird bereits an der Umsetzung einer Schweizer Site gearbeitet, oder ist das alles noch Zukunftsmusik? Sind sich die einzelnen Kooperationspartner zumindest über die Notwendigkeit solcher einer Site einig? Danke und lg Barbara Kanzian

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