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Gerüchte und Gewissheit

Eines ist gewiss: Die Krankenkassenprämien werden auch dieses Jahr kräftig in die Höhe schnellen. Und auch das ist gewiss: Die finanzielle Belastung für die Versicherten, für Wenigverdienende und für Familien wird jedes Jahr erdrückender.

Ungewiss ist noch – für rund eine Woche oder zehn Tage – wie hoch die Prämienerhöhung dieses Jahr ausfallen wird. Bundesrat Didier Burkhalter hat den Krankenkassen vorsorglich Stillschweigen verordnet: Die Prämien dürfen erst bekannt gegeben werden, wenn sie vom Bundesamt für Gesundheit offiziell bewilligt sind.

So irren nun Durchschnittszahlen durch die Medien, welche eine Prämienerhöhung von 8 bis 11 Prozent prognostizieren. Besonders hart werde es die  jungen Versicherten treffen, weiss der TagesAnzeiger Online heute zu berichten: Diese müssten mit Prämienerhöhungen von rund 12 Prozent rechnen. Und auch die Kinder, bzw. ihre Eltern kommen nicht ungeschoren davon: Die Prämienerhöhung für Kinder betrage rund 7 Prozent, wird auf der Grundlage der Angaben von einigen grossen Versicherungen geschätzt, welche sich der BAG-Stillhalte-Weisung nicht verpflichtet fühlen.

Bundesrat Didier Burkhalter wird der Bevölkerung also keine guten Neuigkeiten mitteilen können. Er muss sich auf harte Kritik gefasst machen: Weshalb hat der Bundesrat und das BAG nicht stärker eingegriffen? Das dringliche Massnahmenpaket, welches letztes Jahr geschnürt wurde, hat das Parlament wieder ziemlich zerzaust. Aber es gibt eine Reihe von Massnahmen, welche Bundesrat Burkhalter und das BAG eigenständig ergreifen können. Wohl wurden in der laufenden Parlamentssession einige Massnahmen bekanntgegeben, aber die waren allesamt schon vor seinem Amtsantritt vor einem Jahr auf dem Tisch.

Mit der Bekanntgabe der neuen Prämien plant Burkhalter offenbar weitere, kostendämpfende Massnahmen bekannt geben. Es sieht so aus, als hätte Burkhalter sich ein paar gute Nachrichten aufgespart, um die schlechten zu dämpfen. Nur kann man damit die Prämien nicht zahlen…

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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2 Kommentare zu “Gerüchte und Gewissheit”



Markus Saurer

Sorry, das ist aber ein Miesmacher-Artikel ohne die geringsten Argumente. Wollen Sie erwirken, dass die Steuerzahler die Kosten des Gesundheitssystems übernehmen, damit die Konsumenten geschont werden? Also… ähm… in aller Regel sind die Konsumenten auch die Steuerzahler.

Oder wollen Sie die Kosten senken? Ich hätte da schon noch ein paar Ideen von Spitalschliessungen bis zu anderen Einschränkungen der Auswahl der Patienten. Sie können auch – wie etwa Frankreich – harten Druck auf die Medikamentenpreise machen, wenn Sie in Kauf nehmen wollen, dass auch bei uns gewisse Medis nicht oder erst viel später als in den
fortschrittlichsten Staaten zur Anwendung kommen – wie eben in Frankreich.

Schützen Sie auch die Patienten? Wahrscheinlich eher nicht.

Oder um was geht es eigentlich in Ihrem Beitrag?

Mit besten Grüssen
M.S.



Peter

Burkhalter, who? Hat jemand je etwas von ihm gehört?

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