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Wenn Hersteller Farbe bekennen…

Der Brief des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist zwei Seiten lang und begründet, weshalb in der Schweiz nicht geht, was in der EU möglich ist: Süssigkeiten sollen in der Schweiz weiterhin nicht mit einem Warnhinweis versehen werden, wenn darin Azofarbstoffe enthalten sind, schreibt uns das BAG.  Das BAG zählt eine ganze Reihe von Gründen auf.

Es sei wissenschaftlich nicht gesichert, dass die Azofarbstoffe wirklich Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen bei Kindern auslösen würden. Ein Warnhinweis sei zudem der falsche Weg, entweder müsste der Farbstoff reduziert oder verboten werden, wenn er nicht sicher sei. Wenn sie aber sicher seien, dann bräuchten sie keinen Warnhinweis. Weitere Argumente will ich hier nicht aufzählen. Aus dem Blickwinkel einer Behörde, welche entweder „sicher“ oder sicher „gesundheitsgefährdend“ unterscheidet, mag diese Haltung richtig sein.

Für mich als Konsumentenschützerin und auch als Mutter ist sie es nicht. Selbst wenn nicht hieb- und stichfest bewiesen wurde, dass die Azofarbstoffe gesundheitsgefährdend sind, gibt es für mich gute Gründe, sie nicht mehr zu verwenden: Sie nützen nur den Herstellern, um die Produkte farbiger und damit für Kinder attraktiver zu machen. Sie können problemlos durch natürliche Farbstoffe ersetzt werden. Allein der Verdacht, dass sie Kindern und Jugendlichen schaden könnten, sollte ausreichen, um sie zu verbieten und zu ersetzen.

Was mich freut: Ich bin nicht allein mit dieser Haltung. Mehrere Anbieter und Hersteller von Süssigkeiten, darunter Coop und Migros, werden die Azofarbstoffe in absehbarer Zeit aus ihren Lebensmitteln verschwinden lassen. Die Anbieter reagieren rasch und wählen erst noch die beste Lösung: Nämlich die Azofarbstoffe in die Chemie-Rumpelkammer zu verbannen.

Dieser Erfolg unserer Kampagne freut uns und zeigt uns, dass wir manchmal dort Unterstützung erhalten, wo wir es nicht als erstes erwarten!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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Ein Kommentar zu “Wenn Hersteller Farbe bekennen…”



Rino

Apropos Farbe:
Sauerstoff-Gabe beim Verpackungsgas für Fleisch scheint hier ja auch nicht besonders ein Thema zu sein… In Deutschland regt sich bereits breiter Widerstand. http://foodwatch.de/kampagnen__themen/fleisch_in_schutzatmosphaere/index_ger.html

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