Startseite Blog War da etwas?

War da etwas?

Die Hiobsbotschaften sind verklungen, die Schlagzeilen verschwunden, der Impfstoff wird verkauft, verschenkt oder eingelagert. Wir schütteln verwundert den Kopf und denken: Pandemie? War da mal etwas?

Auch von offizieller Seite wird längstens bestätigt, dass die H1N1-Pandemie in der Schweiz abgeklungen ist. Man kann sich rückblickend fast nur wundern, in welche  Aufregung diese Grippe die Welt versetzt hat.

Kaum jemand mag mehr sich nach der ganzen medialen Übersättigung mit dieser Pandemie auseinandersetzen. Dennoch kann man das Kapitel nun nicht einfach schliessen. Hat die WHO tatsächlich im Interesse der Bevölkerung die Alarmstufen immer höher geschraubt oder ging es eher um die Pharmaindustrie: Solche Fragen werden auf internationaler Ebene diskutiert.

Und welche Lehren zieht die zuständige Schweizer Behörde, das Bundesamt für Gesundheit BAG, aus dem monatelangen Prozess? Wird die umstrittene Kommunikationsstrategie und die Krisenbewältigung nun analysiert und wie gelangt das BAG zu diesen wichtigen Erkenntnissen? Diese Fragen haben wir dem BAG gestellt.

Zwischen Bund und Kantonen waren die Kompetenzen nicht immer klar. Dies zeigte sich bei der Verteilung der Impfstoffe oder auch – besonders für besorgte Eltern – aus dem Umstand, dass jede Schule ihren eigenen Pandemie- und Massnahmenplan herausgab. Die berechtigte Kritik der Kantone und der Ärzte am Verteilungssystem der Impfstoffe trug nicht zur Beruhigung bei.  Verwirrend auch, dass sich in den Medien Schreckensszenarien und Entwarnungen in rascher Folge abwechselten. Gut, will das BAG in den kommenden Monaten die Kommunikationsstrategie und die Krisenbewältigung analysieren.

Etwas Gutes hat die Pandemie noch: Die saisonale Grippe, welche im Durchschnitt 400 bis 1000 Todesfälle vor allem unter der Altersgruppe der über 65-jährigen verursacht, hat in diesem Winter sozusagen nicht stattgefunden. Für diese Altersgruppe sei keine erhöhte Sterblichkeit zu beobachten, meint das BAG. Oder anders gesagt: Es gab weniger Todesfälle. Das ist immerhin eine sehr gute Nachricht!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

Kinder-Impfungen – eine Entscheidungshilfe

Gönnerpreis: 24.00 CHF
Normalpreis: 29.00 CHF

Miniratgeber: Spielzeug sicher und gefahrlos

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Miniratgeber: Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF


Hosting von oriented.net