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Und sie bewegt sich doch

Nämlich die Billag! 10 Millionen Franken will sie von sich aus einsparen. Ein ganzes Fünftel ihrer Kosten! Dass sich die Billag endlich bewegt, ist erfreulich. Es war aber auch nötig: Nach teuren Werbespots und intransparenten Informationen musste das Unternehmen reagieren.

Einsparen will die Billag mit der Umstellung auf die Jahresrechnung. Statt vier Mal jährlich erhalten die Fernseh- und Radiofreunde die ungeliebte Billag-Rechnung nun nur noch ein Mal im Jahr. Somit müssen wir uns nur noch ein Mal ärgern! Wenn damit noch gespart werden kann, ist das begrüssenswert. Doch: Für einige Haushalte ist es zu viel, wenn sie 462 Franken auf einen Schlag bezahlen müssen. Auf Antrag soll daher weiterhin die vierteljährliche Rechnung problemlos möglich sein, verlangt die SKS.

Doch leider haben die Konsumentinnen und Konsumenten nichts von diesen Einsparungen. Zwar will die Billag die 10 Millionen nicht in die eigene Tasche stecken. Das könnte sie nämlich gemäss laufendem Vertrag einfach tun! Damit würde sie ihren Gewinn von 3 Millionen Franken um weitere 10 Millionen Franken erhöhen. Oder anders gesagt: den Gewinn der Swisscom, der die Billag ja gehört. Stattdessen sollen die 10 Millionen an die SRG weitergegeben werden. Zwar beklagt auch diese einen grösseren Finanzierungsbedarf, doch wenn die Billag spart und wir auf einen „Chlapf“ 462 Franken zahlen müssen, sollten wir davon mittels tieferer Gebühren profitieren!

Immerhin: Ein Hauch von frischem Wind ist zu spüren. Kommt dieser vom neuen Billag-Präsidenten? Als ehemaliger Preisüberwacher wird Werner Marti zwar kaum die Forderung des jetzigen Preisüberwachers Stefan Meierhans übernehmen: Er verlangt wie die SKS die Abschaffung der Billag. Aber immerhin: Ein Fünftel der Billag-Kosten fallen schon weg!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

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