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Small ist mehr als genug

Mc Donalds, so hat es den Anschein, hat in den vergangenen Jahren viel dazugelernt: Weg vom reinen Fastfoodladen, bei dem es nur um möglichst grosse Portionen und um Burger geht, die sich immer höher in den Fastfoodhimmel türmen, sondern hin zu ein bisschen gesunder, ein bisschen ausgewogener Ernährung.

Es gibt mittlerweile mehrere Salate zu kaufen im Mc Donalds, Energie und Abfall werden bewirtschaftet und die Rohstoffe werden zu 80 Prozent aus der Schweiz bezogen (allerdings wird nicht mehr IP-Fleisch gebraten, sondern die Hamburger stammen von Tieren, welche lediglich nach den gesetzlichen Minimalanforderungen gehalten werden). Der Kaffee immerhin wird über das Fair Trade Label Max Haavelar importiert.

Der Wandel wird auch optisch sichtbar: Das gelbe M prangt in immer mehr Filialen auf grünem statt auf roten Hintergrund. Wer mit dem Auto im Drive-in um den Mc Donalds kurvt, wird den Hals schon recken müssen, um das grüne Emblem zu sehen. Vielleicht ist es besser, auf die Abfallberge zu stehen, die um die Mc Donalds herum entstehen („Wenn immer möglich, bevorzugen wir Recyclingfasern“, sagt Mc Donalds dazu, und „Littering nehmen wir ernst“.)?

Die Bemühungen des Fastfoodriesen in Ehren, aber nicht alles ist so grün und so gesund, was da angepriesen wird. Erstaunt war beispielsweise eine Konsumentin, welche ausnahmsweise in einen McDonalds geriet und dort einen Milchshake bestellte. Medium bestellte sie auf Nachfrage der Bedienung – und hielt einen Shake von 5 dl in den Händen. Fragt man, was denn Small oder Large sei, bekommt man nur eine halbe Antwort: Small ist 3 dl, Large existiert nicht. (Kein Wunder, wer mag schon 7, 8 dl oder gar 1 Liter Milchshake trinken?). Dasselbe bei den Süssgetränken, da gibt es allerdings noch Mini mit 2,5 dl, dafür ist dann Small bereits 4 dl. Small und 4 dl? Aber vielleicht tue ich Mc Donalds unrecht, wenn ich vermute, dass sie ihre Portionen kleinreden. Vielleicht ist ja das nur ein erster Schritt in Sachen Übergewichtsprävention: Zuerst gewöhnt man die Kunden an die Begriffe Small und Medium und an das Gefühl, dass man damit den Durst mehr als löschen kann, und dann verkleinert Mc Donalds irgendwann noch die Portionengrösse?

Was meinen Sie?

Sara Stalder

 

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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