Startseite Blog Einschüchterungsversuch der Pharma

Einschüchterungsversuch der Pharma

Täglich mehren sich bei uns die Meldungen aus der Bevölkerung:

A) …hat vom Arzt nach einer Rückenbehandlung 3 Tabletten verschrieben erhalten, bekam jedoch eine Packung mit 30 Tabletten Inhalt und dem Tipp, den Rest zu entsorgen

B) …musste wegen Unverträglichkeit das Medikament ändern, erhielt ein neues Präparat zum Ausprobieren (Inhalt 50 Stück) und stellte nach 2 Tabletten auch hier die Unverträglichkeit fest, Tipp des Arztes: ungebrauchte Medikamente weiterverschenken

C) …hat festgestellt, dass sein Medikament einen neuen Preis hat und nun rund 5% mehr kostet als vorher, nämlich 92.95

D) …meldet uns den Preisvergleich von Antibiotika, vertrieben in der Schweiz und dem gleichen Produkt, wenn es in Mallorca verkauft wird: Schweiz 60 Franken, Mallorca (umgerechnet) 5.60 Franken

E) …hat chronische Beschwerden und braucht ständig das gleiche Medikament, erhält dafür jedoch keine Spitalgrosspackungen für das Medikament, das von der Versicherung bezahlt wird und enorm Kosten einsparen würde

Diese Beispiele stehen für all die Meldungen, die uns täglich erreichen. Garniert werden die Mitteilungen jeweils mit den Ausdrücken  „unverschämt“, „unverständlich“ „frech“, „unglaublich“, „arrogant“,… Die meisten Schreiber und Schreiberinnen haben vergeblich versucht, gegen den Missstand ihr möglichstes zu unternehmen:

Sie müssen weiterhin…

… zu teure Preise für ein identisches Medikament bezahlen, das im umliegenden Ausland deutlich günstiger verkauft wird.

… kleine, teure Packungen für ihr chronisches Leiden kaufen.

… die überzähligen Tabletten der zu gross abgegebenen Packung entsorgen.

… das Originalpräparat einnehmen und können nicht das austauschbare -in Deutschland zugelassene- Medikament nehmen, das rund einen Viertel des Originalpreises kostet.

Heute droht die Pharma mit Stellenabbau, wenn die Medikamentenpreise gesenkt werden. Verschwiegen werden wohlweislich die Milliardengewinne, welche die Pharmakonzerne im 2008 ausgewiesen haben. Kein Wort davon, dass 70% der Medikamente, die in unserem Land verkauft werden, importiert sind. Ungenannt auch der Umstand, dass die Pharma ein höchstes Interesse daran hat, die Medikamentenpreise in der Schweiz hoch zu belassen, da in vielen Länderkörben der Welt die Schweizerpreise zum Vergleich herhalten.

Das unsinnige Geldabschöpfen der Pharmaindustrie muss gestoppt werden -den Androhungen zum Trotz! Wir warten gespannt auf die Entscheide zu Gunsten der Bevölkerung aus dem Gesundheitsdepartement.

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

Kinder-Impfungen – eine Entscheidungshilfe

Gönnerpreis: 19.00 CHF
Normalpreis: 24.00 CHF

Miniratgeber: Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

E-Ratgeber (PDF): Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF


Hosting von oriented.net