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Im Minimum zehn Prozent

Medienberichte an Ostern liessen aufhorchen: auch das Bundesamt für Gesundheit bestätigt, dass übermässige Krankenkassen-Prämienerhöhungen für das kommende Jahr unumgänglich sind. Von einer mehr als zehnprozentigen Erhöhung wird ausgegangen.

Post und Bahn haben ihre angekündigten Erhöhungen vertagt, um sie im 2010 zu verwirklichen. Nun steigen auch die Krankenkassenprämien ab kommendem Januar. Ist die Wirtschaftskrise in acht Monaten also ausgestanden und alle Erhöhungen können auf einen Schlag umgesetzt werden?

Sicher nicht: Die Konjunktur-Prognosen sind widersprüchlich und eine schlagartige Verbesserung der Weltwirtschaftslage wäre -erfahrungsgemäss- höchst verdächtig.

Wir setzen daher alles daran, dass nur gerechtfertigte Erhöhungen wirklich zum Zug kommen. Solange ein Anbieter Gewinne von mehreren Hundert Millionen Franken ausweist, ist eine zusätzliche Gewinnmaximierung -Resultat der Erhöhung von Gebühren und Tarifen- fehl am Platz.

Bei den Krankenkassenprämien werden ebenfalls Vorschläge herumgeboten, die ausschliesslich zu Lasten der Versicherten gehen. Dagegen wehren wir uns! Zuerst müssen alle anderen Beteiligten ihre Aufgaben machen: So können zum Beispiel die Medikamentenpreise ohne Gesetzesänderung gesenkt werden, was sich positiv auf die Grundversicherungsbeiträge auswirkt. Schliesslich wird jeder vierte Franken der Grundversicherung für Arzneimittel ausgegeben. Wir erwarten vom Gesundheitsminister die Umsetzung dieser sofortigen Massnahmen, die schleunigst zur Prämiensenkung per 01.01.2010 beitragen. Diese Sparmassnahmen verursachen zudem keinen Verlust an Qualität oder Einschränkung bei den Pflegeleistungen.

Unverständlich, dass es dafür Bedenkzeit und runde Tische braucht, wenn ein erster wirksamer Bremshebel ohne negative Auswirkungen für die Konsumenten und Konsumentinnen gezogen werden kann!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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