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Lichterlöschen im 2009?

Das tönt wirklich bedrohlich: Ab 2009 gilt ein Glühbirnenverbot.

Unverzüglich kommen mir bei diesen Worten die Lothar-Sturmtage Ende 1999 in den Sinn. Damals war der Strom in einigen Gebieten der Schweiz tagelang unterbrochen und als Lichtquelle dienten Kerzen, Laternen und batteriebetriebene Leuchtkörper. Ein weiteres Mal wurde mir bewusst, wie praktisch und selbstverständlich das Glühbirnen-Licht ist.

Und das soll jetzt verboten werden? Wir erhalten viele Anfragen von verunsicherten LichtbezügInnen. Natürlich ist den FragestellerInnen klar, dass auch im kommenden Jahr durch Betätigung des Stromschalters die Räume beleuchtet werden können. Nur eben, da ist dieses Ungewisse: Was darf in den Lampen eingeschraubt sein, damit Strom zu Licht umgewandelt wird? Darüber herrscht Unklarheit. Wir beleuchten die Situation klar verständlich– ohne Glühbirnen, dafür mit einem Merkblatt auf unserer Homepage.

Es ist einerseits erfreulich, dass die Beleuchtungsindustrie innovativ werden muss und stromfressende Birnen nicht mehr verkaufen kann. Ein kleiner Beitrag an das bewusste Konsumieren der wertvollen Energie Strom. Andererseits gibt es diverse und weitreichende Ausnahmen bei diesem „Glühbirnen-Verbot“, welche die Sparwirkung in grossem Mass dämmen.

Lichterlöschen im 2009 muss daher wirklich das Credo sein- unabhängig von der verwendeten Glühbirne. Dort, wo Lampen ohne Nutzen brennen, müssen sie konsequent ausgeschaltet werden: Schaufenster, beleuchtete Bauten, Dekorationslichter, Kinderzimmerlampen: Der Nutzen für die ganze Bevölkerung ist hoch, wenn nur dort und zeitlich beschränkt beleuchtet wird, wo es wirklich Sinn macht.

Regelmässig verzögert sich der Abendessen-Start bei uns zuhause, weil im Obergeschoss in den Kinderzimmern noch unnötigerweise Licht brennt und gelöscht werden muss. Für uns Erwachsene ist klar: Zum Nachtessen während der Wintermonate braucht es lediglich die Tischlampe. Wirklich? Dem innigsten Wunsch der Jungmannschaft kommen wir im Dezember gerne nach: Die Speisen auf dem Tisch werden ausschliesslich durch die vielen Kerzenlichter erhellt.

Dieses freiwillige Stromsparen hat Ambiente und gibt eine wohlige Stimmung in der Adventszeit: Zur Nachahmung empfohlen!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

3 Kommentare zu “Lichterlöschen im 2009?”



kikri

„Dieses freiwillige Stromsparen hat Ambiente und gibt eine wohlige Stimmung in der Adventszeit: Zur Nachahmung empfohlen!“
Ehrlich, denken Sie so?
Ah ja, has Herrstellen von Kerzen inkl. Wachs (ein Erdöl-Produkt) braucht ja keine Energie.
Die Flamme erzeugt auch keinen Feinstaub.
Da wird immer wieder über die Schädlichkeit des Rauchens, vor allem in der Nähe von Kindern berichtet, und dann sowas.
Machen Sie nicht einen Aufruf zum Mord an Kindern (wenigstens nach Ihren Masstäben bez. Rauchverboten)?



erichurner@gmail.com

Dieser Artikel spricht ja lediglich die Emotionen an. Inhalt hat er wenig. Auch das Merkblatt hat viele Worte, die man durchstöbern muss, bevor man an den Inhalt kommt – der dann eigentlich sehr belanglos ist, und voll unterstützt werden kann.



H.Zbinden

Ich bin gegen ein absolutes Verbot der Glühbirnen, weil es immer noch eine Anwendung dafür gibt; nämlich in wenig oder nur kurz genutzten Räumen.
Ausserdem sind die neuen Technologien noch nicht in der Lage, ein gleich gedämpftes Licht wie die alten Glühbirnen zu liefern.
Aber natürlich dürfen, wie in der EU, die leistungsstarken Lampen schrittweise aus dem Markt verbannt werden ( bis Watt);
aber kein kurzfristiges und sofortiges Verbot!!

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