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Geklontes Steak auf dem Tisch?

Kommen bald einmal Lebensmittel von geklonten Tieren auf unsere Teller? Um Himmels Willen nein, werden sie jetzt den Kopf schütteln. Doch so abwegig ist es nicht: Dolly, das erste geklonte Schaf ist zwar längst nicht mehr. Aber in den letzten zehn Jahren wurden besonders in den USA viele geklonte Tiere „produziert“. Dolly war genetisch genau gleich gestrickt wie das Tier, von dem die Gene als Ausgangsmaterial entnommen wurden – quasi eine Kopie.

Zum Glück, ist man versucht zu sagen, ist Klonen noch eine sehr teure und anspruchsvolle Methode. Auch in den USA werden keine Klone für die Milch- und Fleischproduktion eingesetzt, diese Tiere sind viel zu teuer und dienen der Zucht. Tiere mit besonders nützlichen Eigenschaften, etwa wegen ihrer Fleischqualität oder ihrer Milchleistung, werden geklont, damit diese Eigenschaften rascher in der Zucht Niederschlag finden. Ganz wohl ist selbst den US-Züchtern mit den Klontieren nicht. Obwohl die Produkte dieser Tiere gesundheitlich unbedenklich sein sollen, wird in den USA  ein freiwilliges Moratorium verlängert: Milch und Fleisch dieser geklonten Tiere werden weiterhin nicht in den Handel gebracht.

Alles in klonfreier Butter also? Nicht ganz, das Bundesamt für Gesundheit schätzt, dass in der Schweiz bereits einige hundert Rinder Nachfahren von geklonten Tieren sind. Diese sind zwar selbst keine Klone mehr und wurden sexuell gezeugt. Allerdings weiss man nicht, welche Rinder dies sind: Die Züchter erfahren nicht, bei welchem international eingekauften Samen ein geklontes Tier eine Rolle gespielt hat. Amerikanische Züchter müssen dies nicht ausweisen. Das bedeutet aber auch, dass wir hier keine Kontrolle haben und beispielsweise Fleisch und Milch nicht entsprechend kennzeichnen können. Über die Hintertüre hat sich da eine neue Technologie eingeschlichen, die quer zu einer nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft steht. Und für einmal wehren sich nicht nur die Konsumentenorganisation, auch die Schweizer Produzenten fragen sich, wie man dieser Entwicklung Einstand gebieten soll.

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

Ein Kommentar zu “Geklontes Steak auf dem Tisch?”



MAD

geklonte tiere sind nicht 100%’tig identisch mit dem spender.
eventuell mutation.
auswirkungen komplett unbekannt.
fazit: darf bis auf weiteres nicht in umlauf kommen.

Keine Lizenz zum Klonen:
http://www.arte.tv/de/Schwerpunkte-Maerz-2008/2191810.html

anders bei genetisch veränderten lebens-/futter-mitteln.
massive auswirkungen weltweit.

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