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Lesestoff

Der Mais sei unreif und habe einfach keinen Gout, klagt uns eine Konsumentin und fragt, ob es sich um genmanipulierten Mais handeln könne? Der „Mais doux“ kommt gemäss Etikette aus Frankreich, aber der Name der Firma , „Unicorn SA“, so dünkt es die Konsumentin, töne doch sehr amerikanisch. Und in den USA wird bekanntlich viel genmanipulierter Mais angebaut.

Ihre Bedenken kann ich gut verstehen – auch ich frage mich manchmal, wo und wie die Peperoni oder die Tomaten gewachsen sind. Glänzend und glatt, perfekt in der Form – sie könnten genauso aus Plastik sein. Und lässt man sich vom Schein verführen und kauft sie tatsächlich, schmecken sie nach – nichts.

Aber zurück zum Mais. Die besorgte Konsumentin können wir beruhigen. Genmanipulierter Mais wäre auf jeden Fall als solcher deklariert. Und noch eine zweite Beruhigung: Bis heute sind uns keine gentechnisch-veränderten Lebensmittel bekannt, welche den Weg auf den Schweizer Markt gefunden hätten. Die Anbieter hüten sich, Produkte anzubieten, welche die Mehrheit der Konsumenten vehement ablehnt.

Empfehlenswert ist es trotzdem, sich die Deklarationen auf den Produkten genauer anzusehen. Sie erfahren dabei einiges, was Sie staunen lässt. Etwa woher das Produkt kommt – Lauch aus der Türkei? – oder was in einer Schokolade oder in der Fertigpizza alles enthalten ist. Was steckt hinter der E-Nummer 128? Was bedeutet der Ausdruck „gesättigte Fettsäuren“? Wer sich nicht nur dafür interessiert, was deklariert ist, sondern was dahinter steckt, kann sich auf spannende und aufschlussreiche Entdeckungsreisen machen.

Besonders spannend ist auch, was nicht auf den Produkten steht. Aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Siftung für Konsumentenschutz

 


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2 Kommentare zu “Lesestoff”



MAD

tja, genau in amerika, nicht nur usa,
werden massenhaft genmanipulierte produkte angebaut.
desweiteren auch in indien, kanada etc.
möchten sie mehr wissen ?
http://www.cablemodem.ch/forum/viewtopic.php?t=7651



Uwe Scheibler

Sollte ich im Geographie-Unterricht tatsächlich nicht gut aufgepasst haben? Aus Ihrem Blogbeitrag erfahre ich, dass die USA und Amerika ein und dasselbe sind. Immerhin sind Sie, liebe Frau Stalder, mit dieser Meinung nicht alleine: Ein gewisser George W. Bush pflegt eine ziemlich exzessive Auslegung dieser Haltung.

Was sagen wohl die Kanadier, die Mexikaner, die Kolumbier, Peruaner, Brasilianer, Argentinier, die Chilenen, Bolivianer und … zu dieser Sprachregelung?
Stellen Sie sich vor, die Chinesen würden statt Deutschland nur noch Europa sagen. Da wäre ich aber gespannt auf einen Kommentar der SVP, der würde – um mit Ihrem Ausdruck vom vorherigen Beitrag zu reden – bestimmt sehr mysthisch ausfallen!

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