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Energy-Drink im Schulranzen?

Sommerferien haben diverse Annehmlichkeiten. So kann ich mir auch wieder einmal Zeit nehmen, mit der Familie durch die Läden zu bummeln. Die Auslagen in den Geschäften führen uns immer wieder vor Augen: Die Ferien sind bald vorbei, der Schuljahres-Start ist nah.

Es wird wirklich an alles gedacht, was „fit für die Schule macht“ (aus einem Werbespruch). Wahrlich, die Anbieter geben sich alle Mühe, „damit der Schulbesuch bei den Kindern mit Spiel, Spass und Action“ verbunden wird. Nach allen Regeln der Kunst wurden die Dekorationen in verschiedenen Warenhäusern an den vermeintlichen Wünschen der Schulkinder ausgerichtet. Auch ich bleibe ab und zu stehen und staune, was eigentlich noch alles im Schultornister verstaut werden könnte: Plüschetuis, farbige Gummistiefel, Leuchtglobus, Geodreick und Winkelmesser, trendige Spiralblöcke und Bleistifthalter und –ich traue meinen Augen kaum- Energy-Drinks.

In Frankreich war der Verkauf von Red Bull bis Mitte Juli dieses Jahres verboten. Nun ist es in den Verkaufsregalen, jedoch mit dem Hinweis, dass das Getränk Kinder und schwangere Frauen schädigen könne. Bei uns werden Energy-Drinks neben geblumten Etuis und Einbandschutzfolien beworben!

Was braucht es, um Kinder für die Schule fit zu machen? Getränke, die eine belebende Wirkung und leistungssteigernde Eigenschaften haben, gehören mit Bestimmtheit nicht auf die Einkaufsliste. Es ist unverständlich und in grossem Mass problematisch, wenn solche Drinks bei der Auslage für die neue Schulausrüstung vorzufinden sind. Wird damit eine billige Lösung bei Langeweile oder Problemen in der Schule vorgegaukelt? Wann landen Beruhigungstropfen oder Mittel zur Aufmerksamkeits-Steigerung auf diesen Auslagen?

Bestimmt sind all die Schultornister, die nächsten Montag auf dem Weg in die Schulstuben mitgenommen werden, mit Notwendigem und Sinnvollem ausgerüstet. Der Schulalltag wird die Kinder fordern und viel Abwechslung bereithalten: Spannung, Neuigkeiten, Freundschaften, Ärger, Anstrengungen, Erfolge, Ausdauer und bestimmt auch Langeweile. Bei einem solch vielfältigen Programm haben leistungssteigernde Drinks keinen Platz!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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3 Kommentare zu “Energy-Drink im Schulranzen?”



affe

So ein mist habe ich lange nich gelesen



Simone Hoch

Herzlichen Dank für den Artikel. Dass an Berufsschulen schon vor Jahren Automaten mit solchen Getränken verfügbar waren, entsetzt mich heute noch. Verbote sind immer schwierig und machen das Produkt interessanter als es ist.

Ich denke, hier ist Aufklärung und Information bereits in der Unterstufe richtig und wichtig. Glücklicherweise sind solche Projekte bereits Realität.



Gerteis Markus

Ich bin als Lehrer und Lehrerbildner gleicher Meinung. Mindestens bei einigen Kindern könnten diese Getränke zu Problemen führen im Unterricht still sitzen zu können. Ich denke, dass solche Getränke nicht von Kindern unter 16 Jahren konsumiert werden sollten. Die Politik sollte hier ein Verbot erlassen, das die Geschäfte dann natürlich auch
einhalten müssten (vgl. Alkoholverbot).

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