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Staubsaugerkauf im Eurofieber

Mehrere Tage ist es her, seit unser Staubsauger seinen letzten Zug tat. Der Staub-Notstand ist am Wochenende so gross, dass ich mich auf die Suche eines neuen Geräts mache – begleitet von der Familie. Staubsauger an Staubsauger: Die Auswahl im Elektrofachgeschäft überfordert uns. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen, doch die Hinweis-Schilder klären unsere Fragen längst nicht alle. Den Dezibel-Test führen wir eigenhändig durch, indem wir die ausgewählten Modelle zur nächsten Steckdose tragen und die Geräte 1to1 auf verschiedenen Saugstufen abhören. Diese lautstarke Aktion weckt das Interesse eines Verkäufers, der sich innerhalb kürzester Zeit nach unseren Wünschen erkundigt. Ich erfrage Punkt für Punkt meiner Liste. Wen wunderts? Der Verkäufer muss ab und zu passen, kennt keine zufriedenstellende Antwort. Daher bin ich bis heute im Ungewissen, ob nicht das blaue Gerät weniger Strom verbraucht als dasjenige, das wir schliesslich gewählt haben. Es geht – laut Verkäufer- um wenige Frankenbeträge im Jahr, was – wiederum laut Verkäufer- völlig vernachlässigbar ist.

Aber: Steter Tropfen höhlt den Stein! Würden alle Schweizerinnen und Schweizer die sparsamsten Staubsauger einsetzen, ergäben die schweizweit eingesparten Staubsauger-Kilowattstunden eine überaus beachtliche Summe. Eine klare Stromverbrauchs-Deklaration bei JEDEM elektrischen Gerät zahlt sich deshalb mehrfach aus. Auch für mich: Ein paar Franken beim Staubsauger, ein paar weitere bei der Kaffeemaschine, noch ein paar beim Computer – auch das läppert sich zusammen!

Über den roten Fussball, der als Überraschungsgeschenk zum Staubsauger abgegeben wurde, wusste der Verkäufer bestens Bescheid: Der Ball erfüllt die notwendigen Kriterien und ist nun bei den Kindern und in der Nachbarschaft in regem Gebrauch, gerade rechtzeitig für die letzten Trainings vor dem Anpfiff.

Übrigens: Herzlich willkommen in unserem Blog und auf bald!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

Ein Kommentar zu “Staubsaugerkauf im Eurofieber”



Uwe Scheibler

Vom Staubsauger-Notstand zur Stromlücke

So ist das also in einem helvetischen Haushalt: nach wenigen Tagen ohne Staubsauger bricht ein „Staubnotstand“ aus!

Früher konnte man die Wohnung noch mit Besen und Schüfeli sauberhalten.
So aber haben wir uns in Vielem eingerichtet auf Rahmenbedingungen, die bereits einen hohen Grundumsatz an Geräten und Energieverbrauch beinhalten.

Nichts gegen das lobenswerte und vorbildliche Verhalten als Konsumentin, aber unsere selbst organisierten Abhängigkeiten machen es den Energiekonzernen dann allzu leicht, uns KonsumentInnen mit dem Gerede von der Stromlücke Angst einzujagen und uns politisch willfährig zu machen.

Vielleicht ist unser Problem viel eher das des Überflusses, mit dem wir noch nicht richtig umgehen können. Siehe auch Essverhalten und Mobilität.

Uwe Scheibler, Wetzikon

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