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Peak Cervelat

Hat die Nationalgrillwurst an diesem sommerlichen Wochenende die jährliche Spitze bereits erreicht? Überall verbreiteten sich am Samstag und Sonntag Rauch- und Duftzeichen, die grossflächig verkündeten, dass Würste über dem Feuer erhitzt wurden.
DAS Nationalgericht für den Sommerbeginn, so machte es den Anschein. Beim Einatmen der rauchigen Düfte erinnerte ich mich an die überwältigende Zahl von 21 verzehrten Cervelats pro Schweizer oder Schweizerin im Jahr.In Kürze kann die prominente Wurst zudem über den heissen Kohlen gedreht werden, im Wissen, dass die darin enthaltenen Schweinefleischanteile von schmerzlos kastrierten Ferkeln stammen. Pünktlich zum Start der Grillsaison wurden zwei Kastrationsmethoden und eine Mastmethode bestimmt, die durchführbar sind- sogar vor 2010. Das ist erfreulich für die Ferkel, da die Kastration nun ohne Schmerzen vor sich geht. Somit wird auch in Zukunft kein Ebergeruch in den Cervelats den Sommerschmaus ungeniessbarer machen.

Soweit, so gut. Eine grosse Frage bleibt jedoch unbeantwortet: Vertrauen die Konsumentinnen und Konsumenten gleichermassen den beiden für tauglich befundenen Kastrationsmethoden?

Der Ebergeruch wird nicht gebildet, wenn die Tiere mindestens zweimal eine Impfung erhalten. Diese in der Impfung enthaltenen „Botenstoffe“ bewirken „die Bildung von Abwehrkörpern“ und „verhindern damit die Entwicklung des geruchverursachenden Sexualhormons“. Beim Schlachten könne dieser „Botenstoff“ nicht mehr nachgewiesen werden, also auch nicht im Plätzli, im Kotelett oder eben in der Cervelat.

Mirakulös! Verständlich, dass in einer Umfrage diese Ebergeruchs-Verhinderungs-Methode wenig Akzeptanz fand.

Ich liebe Cervelats, obschon ich die 21-Stück-Marke pro Jahr nicht erreiche. Wichtig ist mir aber in Zukunft, dass ich weiss, ob das Fleisch in der Wurst mit dem Wunderimpfstoff behandelt wurde. Mit dieser Forderung stehe ich nicht alleine da. Es ist zu hoffen, dass zukünftig die Wahlfreiheit gewährleistet ist- wie das auch immer sichergestellt werden kann.

Grillkäse ansonsten als Alternative? Das wäre eine Überlegung wert. Hingegen wage ich zu bezweifeln, dass sich beim Verzehr desselben die nostalgischen Schulreise-Gefühle einstellen, die mit den schwarzverkohlten Wurstenden verknüpft sind.

Ich wünsche einen gluschtigen Sommer!

Sara Stalder

Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz


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2 Kommentare zu “Peak Cervelat”



Thomas H. Meier

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